Noch acht bis zehn Wochen

Bauarbeiten am Freitagsbach: Brücke wird später fertig

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Es wird wieder gebaggert: Wegen Problemen mit dem Untergrund wird der Neubau der Freitagsbachbrücke erst im Mai abgeschlossen.

Lobenhausen. Man hört den Lärm schon, bevor man den Bagger sieht: Die Bauarbeiten an der Freitagsbachbrücke in Lobenhausen gehen weiter.

„Der Krach nervt schon – aber ich ja froh, dass es gemacht wird“, sagt ein Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Ihn stört allerdings, „dass es so lange dauert.“

Tatsächlich hat es beim Neubau der Freitagsbachbrücke Verzögerungen gegeben, räumt Horst Sinemus von Hessen Mobil ein. „Der Untergrund war nicht so beschaffen, wie wir es erwartet hatten – das hat zu Problemen geführt“, sagt er.

Probleme mit Untergrund

Doch jetzt sollen die Arbeiten, wenn das Wetter mitspielt, fortgesetzt werden. In acht bis zehn Wochen, also im Mai, werde man fertig sein, schätzt Sinemus. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis zum 3. April abgeschlossen werden.

Die Anwohner hätten bisher zum Glück sehr viel Verständnis gezeigt, sagt Jens Becker von der Kreisverwaltung.

Die alte Brücke über den Freitagsbach wurde 1903 errichtet und war seit Jahren baufällig: Platten am Fahrbahnrand lösten sich, das Geländer wackelte. Außerdem durfte die Brücke nur mit maximal zwölf Tonnen belastet werden. Deshalb wurde das Baudenkmal abgerissen und wird durch einen Neubau ersetzt.

Die neue Brücke wird in Anlehnung an das Original bogenförmig gestaltet, mit gemauerten Kopfstücken und einer gepflasterten Fahrbahn. Sie wird auch genauso lang und breit sein wie die Vorgängerin, allerdings größere Lasten aushalten können.

Die Bauarbeiten hatten im Juli des vergangenen Jahres begonnen, seitdem ist die Kreisstraße 147 durch Lobenhausen gesperrt, der Verkehr wird innerorts über Waldstraße und Am Freitagsbach oder über die Bundesstraße 83 umgeleitet.

Kosten stehen noch nicht fest

Letzten Schätzungen zufolge liegen die Baukosten bei 343.000 Euro – ob es dabei bleibt, konnte Horst Sinemus noch nicht sagen.

Bauherr und Eigentümer der Brücke ist der Schwalm-Eder-Kreis, das Land Hessen gibt einen Zuschuss von 226.000 Euro.

Quelle: HNA

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