Bericht über den Zustand des Waldes

Buchen im Schwalm-Eder-Kreishaben sich leicht erholt

Schwalm-Eder. Auch wenn es dem hessischen Wald in diesem Jahr etwas besser geht als noch 2016, bleibt das Grundproblem bestehen: der Klimawandel.

Nach den Ergebnissen des Waldzustandsberichts haben sich Benadelung und Belaubung der meisten Baumarten in 2017 in Hessen leicht erholt. Für den positiven Trend sind vor allem die Buchen verantwortlich – das bestätigen auch die Forstämter im Kreis.

Zwar habe die große Trockenheit zu Beginn des Jahres den Anwuchs junger Bäume beeinträchtigt, die folgende Nässe habe aber Entspannung gebracht, berichtet Neukirchens Forstamtsleiter Günther Schumann. Die große Trockenheit und die Produktion besonders vieler Bucheckern habe es im Vergleich zum Vorjahr diesmal nicht gegeben. Denn die Ausbildung von Samen und Früchten zehre an den Kräften, der Baum leide: "Das sieht man an der schütteren Krone."

Die Kronenverlichtung habe sich tatsächlich etwas verbessert, erklärt Karl Gerhard Nassauer, Forstamtsleiter in Jesberg. Und zwar um vier Prozent, sie sank von 30 auf 26 Prozent. Das Schadensniveau der Buchen liege bei 30 Prozent, sprich ein Drittel der Bäume hätten Probleme. "Das zeigt sich im eingeschränkten Wachstum." Bedenkt man, wie alt Buchen werden – bis zu 140 Jahren – brauche es eine Reihe von Jahren mit gutem Niederschlag im Frühjahr sowie kurzen Trockenphasen in der Vegetationszeit.

Sorgen bereitet weiterhin das Eschentriebsterben. Ein Pilz bedroht auch Bestände im Kreis. "Die Schäden treten gehäuft auf. Das liegt auch an der Witterung. Es ist eine Epidemie", erklärt Melsungens Forstamtsleiter Jan Stetter. Zwar gebe es im Kreis nur Kleinbestände: "Aber jede Baumart hat ihre ökologische Nische." Behandeln kann man schon allein wegen der Größe der Flächen nicht. "Wir hoffen, dass sich Resistenzen bilden."

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa-avis/ Frank Rumpenhorst

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