Größtenteils mit Gewerbesteuern

Bürger stehen bei Städten und Gemeinden mit 4,5 Mio. Euro in der Kreide

Wolfhager Land. Haushalte von Städten und Gemeinden leiden unter der Zahlungsmoral der Bürger, die ihre Steuern und Abgaben nicht bezahlen. Den größten Teil dieser offenen Forderungen machen gewerbliche Steuern aus.

Die mit Abstand größte Summe der Ausstände weist die Stadt Wolfhagen mit drei Millionen Euro auf. Das sind 11,3 Prozent des Gesamtvolumens des Jahreshaushalts des vergangenen Jahres (26,5 Millionen Euro). Hinter den Gewerbesteuern stellen ausstehende Grundsteuern mit 293.000 Euro die zweitgrößte Summe dar.

Naumburgs Bürger standen nach Angaben von Stadtoberhaupt Stefan Hable zum Ende des vergangenen Jahres mit 300.000 Euro in der Kreide. Somit fallen durch säumige Zahler offene Forderungen von 4,2 Prozent des Jahreshaushalts an. „Das ist im Rahmen“, sagt Hable. Das Gros machen Grundsteuern (120.000 Euro) vor Gewerbesteuern (50.000 Euro) aus.

Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann gibt beim Ergebnishaushalt von 6,5 Millionen Euro Rückstände über 250.000 Euro (3,7 Prozent) an. „Das ist akzeptabel“, sagt Henkelmann.

Die Kämmerin der Gemeinde Habichtswald, Ayse Cetin, berichtet von 435.000 Euro, die säumige Bürger der Gemeinde schulden. Das sind 5,1 Prozent der Jahreserträge (8,5 Millionen). Davon seien 230.000 Euro wegen Insolvenzen auch nicht mehr einzutreiben.

In Bad Emstal beträgt die Summe der Ausstände rund 100.000 Euro. Die Rückstände betragen somit 1,2 Prozent des Ergebnishaushalts (8,2 Millionen). „Bei uns hält es sich sehr in Grenzen“, sagt Pfeiffer. Hinter den Gewerbesteuern entfallen die zweithöchsten Rückstände auf die Grundsteuer (13.000 Euro).

In Zierenberg betragen die offenen Forderungen 345.000 Euro. Das sind 3,9 Prozent des Etats (8,8 Millionen).

Von Nico Beck

Quelle: HNA

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