Bundesstraße 83 wird zeitweise gesperrt

Bürgerinitiative demonstriert am Freitag gegen A7-Lärm

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Fordern einen Lärmschutz: Bürgerinitiativen-Initiator Dieter Fischer und Guxhagens Ortsvorsteher Konrad Rysiewski an der Autobahnbrücke beim Rasthof. Am Freitag findet ein Demo-Marsch statt, der etwa 15 Minuten dauern wird. 

Guxhagen. Wer am Freitagnachmittag auf der Bundesstraße 83 bei Guxhagen unterwegs ist, muss ein paar Minuten mehr Zeit einplanen.

Die Bürgerinitiative Lärmstop A 7 veranstaltet ab 17 Uhr einen Demonstrations-Marsch, der am Auto-Rast-Park in Guxhagen startet und etwa eineinhalb Stunden lang dauern soll. Die Polizei wird die B 83 aus Richtung Guxhagen sowie die Landesstraße aus Richtung Edermünde im Bereich des Rasthofs für einige Minuten sperren.

Dieter Fischer, Initiator der Bürgerinitiative, hofft, dass zahlreiche Teilnehmer beim Demo-Marsch mitlaufen. An 3000 Haushalte hat er Flyer für die Demonstration verteilt. „Das heißt ja, dass die Nachricht etwa 6000 Menschen erreicht hat“, sagt Fischer. „Selbst, wenn nur fünf Prozent davon zur Demo kommen, sind wir 300 Leute.“ Wie viele am Ende wirklich kommen, könne man aber kaum einschätzen, sagt Guxhagens Ortsvorsteher Konrad Rysiewski.

Der Marsch führt vom Rashof über die Tankstellenzufahrt zur B83/Anschlussstelle Guxhagen, an der Einmündung zur Tankstellenzufahrt über die B 83, über die Autobahnbrücke. An einem Feldweg gibt es eine kurze Kundgebung. Von dort geht es wieder zurück. „Es war wirklich ein Kraftakt, die Demo überhaupt genehmigt zu bekommen“, sagt Fischer.

Die Forderungen der Bürgerinitiative sind klar formuliert. Drei Ziele stehen laut Dieter Fischer auf der Agenda:

• Ein lückenloser Lärmschutz bei Guxhagen,

• eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung für Lastwagen (60 km/h) und für Busse (80 km/h) sowie

• eine Lärmvorsorge wegen der errichteten siebten Spur Richtung Süden.

„Als dort die siebte Spur an der Auffahrt gebaut wurde, hätten wir eigentlich einen Lärmschutz bekommen müssen“, sagt Fischer. Denn es handele sich um eine „wesentliche Veränderung des Verkehrsweges“. „Und dann steht uns ein Lärmschutz zu.“ Als die Autobahn in den 1970er-Jahren von zwei auf drei Spuren erweitert worden war, habe sich auch schon nichts getan, sagt Rysiewski. „Damals haben sowohl die Gemeindevertretung als auch der Bürgermeister verschlafen, einen Lärmschutz zu fordern.“

So verläuft der Demo-Marsch: Start ist zwischen Aral und McDonald’s. Klicken Sie oben rechts, um die ganze Grafik anzusehen. 

Extrem lärmbelastet

Guxhagen sei schon seit Jahren extrem lärmbelastet, sagt Fischer. „Wir haben die Schnellbahntrasse, die Verbindung Kassel/Bebra, die B 83 und die Autobahn.“ Aber mit dem Lärm durch den Lastwagenverkehr, der jährlich um 2,2 Prozent zunimmt, sei man nun an einem Punkt angekommen, „wo sich der Dauerlärm wie ein Tinnitus anhört“, sagt Fischer. Man fühle sich wie in einer Lärmglocke, bestätigt auch Rysiewski. „Wir brauchen die Autobahn, aber wir brauchen auch einen Lärmschutz“, betont Fischer.

Wer am Demo-Marsch teilnehmen möchte, kann direkt auf dem Rasthof parken. Der Besitzer des Rasthofs unterstützt die Bürgerinitiative, indem er die Lkw-Parkplätze am Freitagnachmittag für Autos zur Verfügung stellt.

Quelle: HNA

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