Angst vor Verdoppelung des Schlachtvolumens

Bürgerinitiative Metze befürchtet bis zu 100 Mastställe

Gudensberg/Metze. Die Bürgerinitiative Metze sieht ihre Befürchtungen hinsichtlich der Erweiterung des Geflügelschlachthofes in Gudensberg bestätigt. Bislang habe die Stadt eine Erweiterung dementiert, stattdessen von Modernisierung gesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung. Aber:

Jetzt sei klar, dass nicht die Anzahl der geschlachteten Tiere, sondern das Schlachtvolumen von täglichen 125 auf 250 Tonnen verdoppelt werden solle.

Lesen Sie auch

In den Ställen stehen immer mehr Tiere

Auf Gudensberg und die gesamte Region kämen in Folge einer Schlachthoferweiterung bis zu 100 Mastställe zu, schreibt Bernd Leuteritz, Sprecher der Bürgerinitiative.

Kritisiert wird die Informationspolitik der Stadt Gudensberg durch „einseitige und unkritische Veranstaltungen“. Weder betroffene Bürger noch kritische Fachleute etwa seien für das Podium der städtischen Veranstaltung im Februar eingeladen worden. „Wir fordern umfassende Aufklärung über alle Parteigrenzen und ohne Lobbyisten der Agrarindustrie“, heißt es weiter. Der Verbraucher müsse wieder wissen, was er isst.

Eine bessere Kennzeichnung der Produkte sei erforderlich. Die Ernährung gehöre wieder in lokale Bauernhände, die mit moderner Technik Tierwohl und Umwelt im Blick hätten. Der Kostendruck der Landwirte und die Belastungen für die Bevölkerung sorgten für zunehmende Konflikte in den Dörfern.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare