Ziel ist die schwarze Null

Bürgermeisterwahl: SPD Felsberg unterstützt Stefan Rother

Will Bürgermeister werden: Stefan Rother hat vor allem den Felsberger Haushalt im Blick. Foto: Vorrath

Felsberg. Das Thema Haushalt hat für Stefan Rother oberste Priorität. Der 50-Jährige aus Preußisch Oldendorf stellte sich am Donnerstagabend den Mitgliedern der SPD Felsberg vor. In seiner halbstündigen Rede erklärte er die Gründe für seine Kandidatur und bezog Stellung zu Themen der Felsberger Kommunalpolitik.

„Das Ziel muss die schwarze Null sein“, sagte der Diplom-Verwaltungswirt. Ein Spielplatzkonzept ist einer seiner Sparvorschläge. „Ein solches Konzept habe ich in Herford bereits entwickelt.“ Dabei gehe es um die Frage, welche Spielplätze noch gebraucht werden. Neben dem Sparen müssten auch die Einnahmen erhöht werden. „Bei den Abgaben ist aber eine Schmerzgrenze erreicht.“ Deshalb sei es wichtig, Firmen in Felsberg anzusiedeln. Die Infrastruktur durch die Autobahnen sei dafür gegeben. Auch einen Bürgerhaushalt würde er gerne einführen: „Dabei haben die Menschen die Möglichkeit, ihre Vorschläge einzubringen.“

Aus dem Plenum nach seiner Motivation für die Kandidatur in Felsberg gefragt, antwortete Rother: „Ich möchte mich beruflich noch einmal weiterentwickeln.“ Er wird in der heißen Phase des Wahlkampfs von Ende September bis Anfang November seinen Urlaub in Felsberg verbringen. „Auch vorher werde ich soviel wie möglich dort sein“, versicherte er. Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, würde er nach Felsberg ziehen. „Das ist für mich selbstverständlich.“ Schließlich sei der Bürgermeister erster Bürger der Stadt.

Wie berichtet, bestätigte die Basis der Felsberger SPD Stefan Rother bei der anschließenden Wahl als gemeinsamen Kandidaten mit CDU, FWG und FDP für die Bürgermeisterwahl im November. Die Parteimitglieder stimmten mit 49 Ja-Stimmen für ihn. Drei der 52 anwesenden Deligierten enthielten sich. Damit schlossen sich die SPD-Mitglieder nicht ihrem Parteivorstand an. Dieser hatte in der Findungskommission gegen Rother gestimmt.

„Stefan Rother hat unsere volle Unterstützung“, versicherte der SPD-Vorsitzende Hilmar Löber seinen Parteikollegen. Auf die Frage aus dem Plenum nach den Gegenstimmen in der Findungskommission antwortete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stephan Bürger: „Die Wahl war geheim und so soll es auch bleiben.“ Man wolle jetzt nach vorn schauen und Rother unterstützen.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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