Bürgermeisterwahlen: Barth gewinnt in Gilserberg

Schwarzenborn/Gilserberg. In zwei Kommunen im Altkreis Ziegenhain waren die Wähler aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen.

Gilserberg:

Rainer Barth (parteilos) gewann die Wahl zum Bürgermeister in Gilserberg. Der Appenhainer holte 53,4 Prozent (1090) der Stimmen. Er setzte sich damit gegen den SPD-Kandidaten Lothar Dietrich durch. 46,6 Prozent der Gilserberger (950) stimmten für Dietrich. Die Schlange der Gratulanten riss in den Vereinsräumen der Hochlandhalle nicht ab.

Als erster gratulierte der noch amtierende Bürgermeister Lothar Vestweber (SPD) seinem Nachfolger: „Es war eine fairer und sachlicher Wahlkampf“, sagte er, „aber das Amt ist nicht immer einfach.“ Danach schüttelte der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker (SPD) Rainer Barth die Hand. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit. Der Wahlsieger zeigte sich glücklich: „Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat.“

Barth war 2000 schon einmal für das Amt angetreten. In seinen ersten Worten nach dem Sieg bedankte es sich bei seinen Unterstützern: „Dieses Ergebnis haben viele Menschen für mich möglich gemacht“, sowie bei Lothar Dietrich für den fairen Wahlkampf. Rainer Barth war mit seiner Ehefrau Doris und mit einem seiner Söhne zur Präsentation der Wahlergebnisse gekommen.

Als sich die Auszählung wegen Schwierigkeiten bei der Briefwahl verzögerte, war dem Kandidaten die Anspannung anzumerken. Rainer Barth holte in den Ortsteilen Gilserberg, Heimbach, Itzenhain und Appenhain, Lischeid, Sachsenhausen, Schönstein, Sebbeterode und Winterscheid die Mehrheit der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit 79,3 Prozent hoch. (cls)

Bürgermeisterwahl in Gilserberg

In Zahlen:

Wahlbeteiligung: 79,3 Prozent/2052 Stimmen

Rainer Barth: 53,4 Prozent/ Lothar Dietrich: 46,6 Prozent
Briefwahl: Barth: 39,3 Prozent /Dietrich: 60,7 Prozent

Gilserberg: 59 Prozent Wahlbeteiligung (WB)

Barth: 61,8 Prozent/Dietrich: 38,2 Prozent

Heimbach: 78,3 Prozent WB

Barth: 58,5 Prozent/Dietrich: 41,5 Prozent

Itzenhain/Appenhain: 67,9 Prozent

Barth: 66,1 Prozent/ Dietrich: 33,9 Prozent

Lischeid: 59,4 Prozent

Barth: 62,3 Prozent/Dietrich: 37,7 Prozent

Moischeid: 66,5 Prozent

Barth: 48,8 Prozent /Dietrich: 51,3 Prozent

Sachsenhausen: 68,5 %

Barth: 53,2 Prozent/Dietrich: 46,9 Prozent

Schönau: 82,5 Prozent

Barth: 19,8 Prozent/Dietrich: 80,3 Prozent

Schönstein: 72,5 Prozent

Barth: 58,2 Prozent /Dietrich: 41,8 Prozent

Sebbeterode: 70,6 %

Barth: 68,2 Prozent /Dietrich: 31,8 Prozent

Winterscheid: 67,5 %

Barth: 56,4 Prozent /Dietrich: 43,6 Prozent

Schwarzenborn:

„Ich bin überwältigt“, sagte Sonntagabend ein sichtlich gerührter Jürgen Kaufmann (SPD) angesichts seines Wahlergebnisses. 90 Prozent der Wähler sagten Ja zu dem 49-jährigen Alleinkandidaten, der zur dritten Amtszeit antritt. Immerhin 566 von 861 Wahlberechtigten gaben in Schwarzenborn ihre Stimme ab. Das entspricht einer Quote von 67,5 Prozent.

Bürgermeisterwahl in Schwarzenborn

Und es waren die Grebenhagener, die am Wahlabend in Schwarzenborn doch noch für Spannung sorgten: Erst gegen 19 Uhr, nachdem auch die Zahlen aus diesem Stadtteil vorlagen, konnte Wahlleiter Adolf Lux den auf dem Markplatz Wartenden das Ergebnis verkünden. Neben rund 70 Schwarzenbörnern reihten sich unter anderem Landrat Frank-Martin Neupärtl, Bundestagsabgeordneter Edgar Franke und Bürgermeisterkollegen in die Schar der Gratulanten.

Strahlende Gesichter: Der Knüllwälder Bürgermeister Jörg Müller (rechts), gratulierte Jürgen Kaufmann und seiner Frau Astrid.

Auch wenn der Ausgang für ihn sicher gewesen sei, etwas Kribbeln gehöre schon dazu, gab Kaufmann zu. „Durch jede MengeArbeit“, lautete ganz einfach die knappe Antwort Kaufmanns auf die Frage seines Knüllwälder Kollegens Jörg Müller, wie er es für die Schwarzenbörner angesichts dieses überwältigenden Ergebnisses wieder gut machen könne. Für Landrat Frank-Martin Neupärtl ein mehr als eindeutiges Ergebnis: „Schwarzenborn hat gewählt und zwei haben gewonnen, die Menschen hier und ihr Bürgermeister.

In Zahlen:

Wahlbeteiligung: 566 (67,5 Prozent)

Grebenhagen: Kaufmann: 84 Stimmen Nein: 10 Stimmen Schwarzenborn: Kaufmann: 441 Stimmen Nein: 31 Stimmen (syg/cls)

Mehr Informationen zur Wahl in der gedruckten Montagsausgabe.

Quelle: HNA

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