200 Knülllwälder kamen zum HNA-Lesertreff in Remsfeld

Bürgermeisterwahl Knüllwald: Feuerwehr war umstrittenes Thema

Sie wollen ins Rathaus einziehen: Helmut Wettlaufer (links) und Jürgen Roth stellten sich beim HNA-Lesertreff den Fragen der HNA-Redaktuerinnen Christine Thiery (links) und Claudia Brandau sowie der Knüllwälder im Bürgerhaus Remsfeld.

Knüllwald. Am 24. September wird in Knüllwald ein neuer Bürgermeister gewählt. Zum HNA-Lesertreff im Vorfeld der Wahl kamen circa 200 Knüllwälder ins Bürgerhaus in Remsfeld und stellten den Kandidaten Helmut Wettlaufer und Jürgen Roth ihre Fragen. 

Der Zwillingseffekt der beiden Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinde Knüllwald, Jürgen Roth (UKW) und Helmut Wettlaufer (SPD), endete beim HNA-Lesertreff am Dienstagabend spätestens beim Thema Feuerwehr. Beide Männer sind 53 Jahre alt und arbeiten im Finanzwesen, sind seit Jahren politisch tätig und heimisch in Knüllwald. Umso unterschiedlicher sprachen sich die beiden Kandidaten zur Entwicklung der freiwilligen Feuerwehr in Knüllwald aus.

Roth, der seit 30 Jahren aktiv bei der Feuerwehr ist, sprach das Thema Gefahrenstufe an: „Wir sollten uns im Klaren sein, dass ein großes Gefahrenpotenzial vor unserer Haustür liegt“, sagte er mit Blick auf die Entwicklung des Gewerbegebiets an der A7. Die Logistiker transportierten teilweise gefährliche Ware. Der Bedarfsentwicklungsplan der Feuerwehr sollte daher gestrafft werden, damit sie im Notfall entsprechend ausgerüstet und geschützt ist. „Der erste Einsatz muss von der örtlichen Feuerwehr gewährleistet sein“, betonte Roth.

Man dürfe das Ehrenamt nicht überfordern, sagte Helmut Wettlaufer. Melsungen sei die einzige Kommune im Kreis, deren Feuerwehr eine Gefahrenklasse innehabe. Obwohl die 240 Feuerwehrleute in Knüllwald sehr engagiert seien, sehe er die Gemeinde bei dem Thema nicht in derselben Reihe wie Melsungen und betonte: „Wenn wir immer draufsatteln, dann finden wird irgendwann keine Ehrenamtlichen mehr“ – mit möglicherweise fatalen Folgen für die Wehren. Man müsse jede erhalten, denn „eine Berufsfeuerwehr würde uns finanziell das Genick brechen.“

Die Feuerwehr vor Ort sei der Schlüssel, Knüllwald vor Gefahren zu bewahren, sagte Roth. Er konfrontierte Wettlaufer mit der Frage, ob er warten wolle, bis jemand zu Schaden komme. Wettlaufer:„Wir werden nicht für alle Gefahren dieser Welt Vorsorge treffen können.“

Welche Themen noch beim HNA-Lesertreff diskutiert wurden,  lesen Sie in der gedruckten HNA Firtzlar-Homberg vom 31. August 2017.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare