Bürgermeisterwahl: Zehn Prozent haben in Borken schon ihre Stimme abgegeben

Borken. Die Borkener Bürgermeisterwahl am Sonntag stößt auf großes Interesse bei den Einwohnern: Bis zum Donnerstagmittag hatten bereits 1002 Wähler die Briefwahlunterlagen angefordert.

Damit haben schon gut zehn Prozent der insgesamt 10 300 Stimmberechtigten in der Bergmannstadt vor der Wahl am Sonntag ihren Willen bekundet, sich an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimme abzugeben.

Zwei Kandidaten wollen am 6. September Amtsinhaber Bernd Heßler ablösen: Carsten Schletzke, 51-jähriger Sozialdemokrat aus Borken, und Marcel Pritsch-Rehm (Freie Wähler), 46-jähriger Logistikangestellter aus Arnsbach.

Wahlleiter Frank Schröder ist vom großen Interesse der Borkener an der Bürgermeisterwahl nicht überrascht: „Die Nachricht vom plötzlichen Rücktritt von Bürgermeister Bernd Heßler hat in der Stadt wie eine Bombe eingeschlagen“, sagt Schröder. „Und natürlich haben die Borkener ein großes Interesse daran, den Umbruch und Wechsel nach knapp drei Jahrzehnten nun auch mitzuentscheiden.“

Das sieht auch Öffentlichkeitsarbeiter Siegfried Bank so: „Jeder Borkener, der sich für das Schicksal seiner Stadt interessiert, wird auch seine Stimme abgeben.“ Doch ganz gleich, wie der Gewinner der Wahl am Sonntag heißen werde, für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sei es selbstverständlich, den neuen Bürgermeister nach Kräften zu unterstützen.

Die ersten Auszählungen und Ergebnisse werden am Sonntag ab 18 Uhr im Rathausfoyer präsentiert. Dort werden die Zahlen aus den einzelnen Wahlbezirken gleich auf der Leinwand gezeigt. Auch die beiden Kandidaten Marcel Pritsch-Rehm und Carsten Schletzke werden am Sonntagabend im Rathaus dabei sein, um aus erster Hand zu erfahren, wer künftig die Borkener Amtsgeschäfte führt - und wer in seinen bisherigen Beruf zurückkehrt.

Die Frist für die Briefwahl ist noch nicht abgelaufen: Die Unterlagen sind bis zum Sonntagnachmittag im Rathaus erhältlich. Das hat heute bis 13 Uhr offen und bietet am Samstag von 9 bis 12 Uhr sowie am Sonntag von 8 bis 15 Uhr eine Servicezeit.

Wer die Briefwahlunterlagen für Angehörige abholt, muss eine Vollmacht dabei haben.

Bei der Wahl 2011 war Amtsinhaber Bernd Heßler als alleiniger Bewerber ins Rennen gegangen. 1800 Briefwähler stimmten damals ab. Das aber sei keinesfalls eine Vergleichsgrundlage, sagt Wahlleiter Frank Schröder: Die Borkener Bürgermeisterwahl fiel 2011 auch mit der Kommunalwahl zusammen.

Quelle: HNA

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