Bürgerversammlung: Streit ums Besser Wasser geht weiter

Edermünde. Im Grunde wollen alle dasselbe, und doch gibt es Streit. Zankapfel ist das Besser Wasser. Viele Besser wollen ihr Wasser aus ihren Quellen behalten und das möglichst in kommunaler Regie. Die Gemeinde möchte auch, dass die Besser ihr Wasser behalten.

Allerdings in Regie des Gruppenwasserwerks. So würde Edermünde jährlich bis zu 80.000 Euro sparen.

Darum geht es am heutigen Dienstag im Besser Bürgerhaus. Die Bürgerversammlung beginnt um 19.30 Uhr. Zukauf nötig Die Besser Wasserversorgung könne nicht zu 100 Prozent aus den Quellen gedeckt werden, ein Zukauf sei unerlässlich und verursache Kosten, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Färber.

Es stehe nicht zur Diskussion, die Anlage zu schließen. Lediglich die Betriebsführung solle ans Gruppenwasserwerk abgegeben werden. Auch die Wasserrechte würden nur temporär an das Gruppenwasserwerk abgetreten. „Wir haben doch nicht mehr als 100.000 Euro in die neue UV-Anlage investiert, um den Bessern jetzt ihr Wasser zu nehmen“, sagt Färber.

2010 hatten coliforme Bakterien das Wasser verunreinigt. Das ultraviolette Licht der Anlage zerstört diese. Bei starkem Regen würden indes so viele Schwebstoffe eingebracht, dass sich die Anlage abschalte. Ein Wasserzukauf sei daher nicht generell auszuschließen, sagt Färber. Die FWG-Fraktion hatte mit Bürgerprotesten versucht zu verhindern, dass die Anlage an das Gruppenwasserwerk abgegeben wird. Es sei genügend Wasser vorhanden, sagt Herbert Wicke von der FWG.

So gebe es zum Beispiel drei weitere gefasste, aber nicht genutzte Quellen unterhalb der Langenberge. Außerdem ist die FWG der Meinung, dass man die Kostenrechnung nochmals genauer betrachten sollte, sagt Herbert Wicke. Täglich benötigen die Besser etwa 400 Kubikmeter Wasser. Das sind 400.000 Liter oder 2000 Badewannen voll. (ddd)

Quelle: HNA

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