Bundesinventur: Hessens Wälder entwickeln sich positiv

Bundesinventur: Hessens Wälder entwickeln sich positiv

Wolfhager Land. Der Wald im Wolfhager Land ist in einer guten Verfassung. Das bestätigte jetzt Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen. Dabei bezieht er sich auf die Bundeswaldinventur, deren Ergebnisse Hessens Umweltministerin Priska Hinz jetzt vorstellte.

Hinz hatte den hessischen Wäldern attestiert, innerhalb des Untersuchungszeitraums von 2002 bis 2012 eine positive Entwicklung genommen und im bundesdeutschen Vergleich die Spitzenposition gefestigt zu haben.

Bei den Laubbäumen liegt der Wald im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Wolfhagen mit rund 65 Prozent sogar über dem hessischen Durchschnitt von 59 Prozent. Die Buchenbestände hätten nach wie vor einen Überhang im Altholz. Dies hätten bereits die Forstinventuren vor zehn Jahren gezeigt. Daran habe sich nichts geändert, da nach den Sturmschäden weniger alte Bäume gefällt worden seien.

Der Holzvorrat in Hessen ist seit 2002 um etwa acht Prozent auf nun 341 Festmeter pro Hektar gestiegen. Wie sich der Vorrat in den heimischen Wäldern darstelle, würden die derzeit für die Stadtwälder Wolfhagen, Naumburg und Zierenberg laufenden Inventuren belegen, sagte Zindel. Bei der reinen Buche werde der Vorrat ähnlich hoch ausfallen. Dort, wo die Buchen mit anderen Laubbäumen gemischt sind, müssten die Bestände auf einem niedrigeren Holzvorrat gehalten werden, damit die lichtbedürftigen Arten nicht im Schatten stehen. Hoher durchschnittlicher Holzvorrat sei nicht gleichzusetzen mit besserer Waldstruktur. Der jährliche Zuwachs müsse maximal sein, das wäre das Kriterium für gute Waldverhältnisse.

Die Buche sei die Baumart, die in Hessen am häufigsten vertreten sei und am stärksten zugelegt habe. Der Anteil der Buche in Hessen liegt bei 31 Prozent, im Habichtswald und im Wolfhager Land sind mehr als die Hälfte aller Bäume Buchen.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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