Bundesweit einmaliges Projekt:

Erste Umweltstiftung in Wolfhagen gegründet

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Umweltstiftung in Wolfhagen

Wolfhagen. Mit der Gründung einer Umweltstiftung hat Wolfhagen einen weiteren großen Schritt in Richtung des ehrgeizigen Ziels „Energieeffiziente Stadt" gemacht.

Bei dem bundesweit einmaligen Projekt sollen Bürger nicht nur die Möglichkeit haben sich über aktuelle Förderprogramme, etwa für energetische Sanierungen, zu informieren, sondern aktiv durch eigene Ideen mitwirken.Der Vorstand der Stiftung setzt sich aus Bürgermeister Reinhard Schaake, Stadtwerke-Prokuristin Christina Holzhauer sowie Manfred Schaub (Energie 2000) zusammen. Ein Ziel sei es, so Manfred Schaub vom Vorstand der Stiftung, dass mittelfristig ein Netzwerk geschaffen wird aus lokalen Experten, Banken und dem Handwerk. Beratung, Finanzierung und Umsetzung von energieeffizienten Sanierungen aus einer Hand sollen sowohl Vertrauen als auch Anreize für die Bürger schaffen.

Je ein Vertreter der Raiffeisenbank Wolfhagen und des Handwerks werden noch in den Stiftungsrat gewählt. Positiver Nebeneffekt dabei sei laut Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Rühl, dass die aus energetischen Sanierungen entstehende Wertschöpfung so vor Ort bleibe.

Weiterhin will man über die Stiftung oftmals unübersichtliche Förderprogramme von Bund und Land transparenter machen, sagte Rühl. Häufig seien Förderungen von Energieeffizienzmaßnahmen wenig kontinuierlich und litten stark unter ständigen Änderungen, sagte Manfred Schaub. Dies solle sich unter der Regie der Umweltstiftung verbessern. Gleichzeitig böte sich die Chance, eigene Förderprogramme vor Ort zu entwickeln, so Schaub weiter.

Damit dies gelingt, stellt die Stadt Wolfhagen künftig jährlich 40.000 Euro zur Verfügung. In den ersten Monaten will man daran arbeiten, ein Siegel zu entwickeln, dass die Qualität - einer energetischen Sanierung etwa - sichtbar dokumentiert.

Nachhaltige Energieversorgung

Wolfhagen ist eine von fünf Städten in Deutschland, die im September 2010 als Gewinner des Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gekürt wurden.

Der Wettbewerb hat unter anderem das Ziel, Energieeffizienz in Städten und Kommunen zu steigern. Die Stadt Wolfhagen hat dabei das ehrgeizige Ziel ausgegeben, sich künftig zu 100 Prozent durch Erneuerbare Energien zu versorgen. Dazu wurde unter anderem der Solarpark gebaut, der Strom für 3000 Haushalte liefert. Wenn der sich in Bau befindliche Windpark Rödeser Berg Ende 2014 in Betrieb geht, wird das Ziel erreicht sein. (uli)

Quelle: HNA

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