Die Bands YOU, Pola und Schemes im Krachgarten Falkenberg

Bunt und etwas düster

Rafael und Remalja Weisz – schon die Namen der Mitglieder der Band YOU sind ein Ohrenschmaus. Begleitet wird das Ehepaar von Drummer Sven Michelson. Jetzt waren sie im Krachgarten in Falkenberg zu hören.

Das Debütalbum der drei Autodidakten, das 2012 veröffentlich wurde, trägt den Titel „Neon Rauch“. Neo Rauch, seines Zeichens Künstler der Neuen Leipziger Schule, wollten sie damit jedoch kein Denkmal setzen, sagen die Musiker. Vielmehr soll es als eine Hommage an ihre Wahlheimat Leipzig verstanden werden.

Ganze fünf Jahre hat sich You für das Album Zeit genommen, das sie jetzt im Krachgarten präsentierten. Liebevolle Details und ein großer Facettenreichtum zeugen von der Leidenschaft der Künstler. In ein bestimmtes Genre lassen sich YOU ungern einordnen.

„Wir wollen offen sein, damit wir später auch mal etwas ganz anderes machen können“, erklärt Sänger Weisz. Er schreibt die Lieder, die stilistisch ein Spektrum abdecken, das von Coldplay bis „My Bloody Valentine“ reicht.

Unterstützung gab es in Falkenberg von den Bands Pola und Schemes aus Kassel. Pola haben sich erst vor einem Jahr gegründet, sie verstehen sich aber so gut, dass sie sogar gemeinsam in einer WG wohnen. Ihren Indie-Rock produzieren sie selbst und nehmen die Stücke in der WG-Wohnung auf.

Tote Tiere auf der Autobahn

Die Texte sind deutschsprachig und handeln von Freundschaft und Liebe, vom Suchen und Finden und von toten Tieren auf der Autobahn. Im Vordergrund steht bei dieser harmonischen Truppe laut Sänger Robert Knaak stets, „dass wir uns wohlfühlen mit dem, was wir machen und über Fehler lachen können.“

Schemes haben ihren Klang „Technicolor Wave Rock“ getauft. Mit diesen Jungs wurde es also bunt und doch ein bisschen düster. Dank der Klangsynthese des Synthesizers und heller Xylophon-Töne entstand ein leuchtendes Sounderlebnis. So muss es klingen, wenn man fluoreszierende Farbe vertont.

Von Edith Eike

Quelle: HNA

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