Emsaga-Schau: Tausende Besucher im Kur- und Festsaal

Bad Emstal. Da hat der Kur- und Gewerbeverein etwas goldrichtig gemacht. Herrschte bei der letzten Emsaga noch gähnende Leere, drängelten sich am Wochenende bei der diesjährigen Leistungs- und Gewerbeschau gleich tausende Besucher im Kur- und Festsaal.

Der kam Dank der rund 40 Aussteller als kleines Frühlingsparadies daher, in dem es sich gemütlich bummeln ließ.

Der Themenschwerpunkt „Gesundheit, Wellness und Leben“ spiegelte sich nicht nur an den Ständen mit einer großen Palette aus Handel und Gewerbe wider, auch die Bühne mauserte sich zum kleinen Wohlfühltempel. Neben Modenschauen und Musik stand hier vor allem das Vital-Inn mit seinen Zumba-Angeboten im Mittelpunkt, dem neuen Party-Mix aus Fitness und Spaß.

Das mitreißende Tanz-Training war mehr als willkommen, um dem schlechten Gewissen beim Genuss der unzähligen Leckereien den Kampf anzusagen. Ob für süße Schleckermäuler oder Freunde von Deftigem, die Auswahl machte es den Feinschmeckern nicht leicht, lieferte ganz nebenbei schon die ein oder andere Idee fürs nahende Osterfest.

Die passende Dekoration hierfür gab es gleich nebenan im kleinen Saal, wo erstmals eine kunsthandwerkliche Osterausstellung in die Emsaga integrierte war. Acht Aussteller präsentierten ihre große Kunst auf kleinen Eiern. Manche allerdings waren gar nicht so winzig, die von Gerhard Hartmann aus Korbach etwa. Er zeigte stolz seine Straußeneier, auf die er mit filigranem Pinselstrich die gesamte Vita Christi gemalt hat.

Während Hartmanns Arbeiten längst fertig waren, ließ sich Gundi Gereke aus Felsberg beim Entstehungsprozess ihrer bunten Werke gerne über die Schulter schauen. Fast 82 Jahre alt, ist sie in Sachen Kunst auf dem Ei noch kein bisschen müde. Sie malt und schreibt schon viele Jahre auf der Naturleinwand, erzählte auf der Emsaga munter von ihrem Schaffen.

Etwa, dass die Eier niemals am unteren Ende ausgeblasen werden dürfen, sondern nur oben. „Das Leben muss das Ei immer als erstes verlassen.“ Für die Sammler sei das nicht immer verständlich, doch sie halte sich bei ihren 200 bis 300 Eiern pro Jahr strikt daran.

Die Emstaler sahen gerne darüber hinweg und freuen sich schon jetzt auf die nächste Emsaga, bei der Gundi Gereke hoffentlich immer noch so fit dabei sein wird. Nicht nur mit ihren Eiern, sondern auch den dazugehörigen Geschichten.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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