Knallige Hilfe für Kinder

Landwirte aus Dörnberg und Ehlen wickeln Ballen für guten Zweck

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Aktion für den guten Zweck: Die Landwirte Sascha Schmidt (links) und Phillip Graf wickeln Ballen mit bunten Folien.

Habichtswald. Knallbunte Ballen sieht man in diesen Tagen auf den Feldern rund um Ehlen und Dörnberg leuchten. Der Hintergrund ist nicht so fröhlich, wie die Farben vermuten lassen.

Sascha Schmidt aus Dörnberg und Phillip Graf aus Ehlen wickeln ihre Heusilage in blaue, pinkfarbene und erstmalig gelbe Folien, um kranken Menschen zu helfen und für die Vorsorge gegen Brustkrebs zu werben. Die Idee kommt von der schwedischen Tochterfirma Trioplast aus Hilden, die bereits im Jahr 2015 pinkfarbene Folien produzierte, um damit symbolisch für die Brustkrebsvorsorge zu werben. Im Jahr 2015 war es Blau für eine Sensibilisierung hinsichtlich Prostata-Krebses und in diesem Jahr sollen krebskranke Kinder ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden. „Wir sind schon zum dritten Mal dabei und werden uns weiter engagieren“, erklärt Sascha Schmidt, und sein Landwirtskollege aus Ehlen nickt zustimmend. Schmidt und Graf hoffen, dass sich Nachahmer für diese Aktion finden.

Mehr als 1000 Ballen wollen die beiden Männer in diesem Jahr in den drei Farben wickeln. Doch das ist noch nicht alles: Für jede Rolle Farbe spenden die Landwirte einen Euro für gemeinnützige Organisationen, die sich dem jeweiligen Thema widmen. Auch der Landhandel Rörig-Hartig aus Wolfhagen und das Unternehmen Trioplast legen einen Euro für jede verkaufte Rolle dazu. Nach Informationen des Unternehmens sind durch die Charity-Kampagnen zusammen weltweit bisher 485.000 Euro zusammengekommen.

Das Geld für die pinkfarbenen Rollen geht an die Brustkrebshilfe Pink Ribbon und mit den blauen Folien wird eine Studie der Awareness Deutschland UG unterstützt, in der die beste Behandlungsoption für Prostatakrebs gefunden werden soll. Mehrere Kinderkrebsstiftungen erhalten in diesem Jahr erstmals das Geld aus dem Verkauf der gelben Folien. „Nun ist unsere Familie komplett“, freut sich Schmidt, der vor seinem Hof Strohfiguren in den drei Farben aufgestellt hat.

Die Resonanz auf die Aktion sei durchweg positiv, sagt er. Nur einmal habe sich jemand beschwert, weil er die Folie für umweltschädlich hielt. Der Dörnberger Landwirt konnte den Mann etwas beruhigen. „Die Folien geben wir zurück. Sie werden eingeschmolzen und zu Müllsäcken recycelt.“

www.trioplast.de

Quelle: HNA

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