Heiligenbergverein arbeitete 11.640 Stunden - Sanierung beendet

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Die Weiße Frau vom Heiligenberg mit Kupferhülse: Christina Bott mit Fritz Strack (im Hessenkittel), Bürgermeister Volker Steinmetz und dem Kreisbeigeordneten Hilmar Löber vor einem Teil der Besucher des Tages der offenen Tür. In der Kupferhülse befinden sich alle Namen der Helfer und eine HNA vom Samstag.

Gensungen. Die Besucher des 19. Tages der offenen Tür auf der Burg Heiligenberg waren sich einig: Ohne das vorbildliche Engagement der Mitglieder des Heiligenbergvereins könnte man „Hessenlandes Krone“ gar nicht mehr betreten.

Bäume und Büsche hätten die Basaltmauern „gesprengt“, Wildwuchs hätte das Gelände unbegehbar gemacht. Doch der auch bei Touristen sehr beliebte Heiligenberg - Eigentümer ist der Kreis - befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Zum Abschluss der elfjährigen Bauarbeiten gab es am Samstag viel Lob für die Burgsanierer des Arbeitskreises.

Sie haben insgesamt 11.640 Stunden geleistet, davon 670 Stunden während der elfwöchigen Frühjahrskampagne. Die Gesamtleistung hat nach den Worten des Arbeitskreis-Vorsitzenden, Fritz Strack, einen Wert von 87.300 Euro. Die Denkmalpflege habe 22.136 Euro für das Material investiert.

Mit diesem Steuergeld sei das Denkmal erhalten worden, sagte Strack. Und: „Ich bin heute voller Zufriedenheit und Dankbarkeit.“ Und diesen Dank gab er an alle weiter, die mitgeholfen haben. Es sei aber „noch nicht das absolute Ende“, formulierte Strack. Nun solle im Herbst der Turm noch von innen neu verfugt werden. Bis zu acht Mitglieder seien auf der Baustelle gewesen. Strack: „Alle Vereine klagen über Nachwuchsmangel, wir hatten Nachwuchs!“

Tag der offenen Tür auf der Burg Heiligenberg

Die Burgsanierer mit Herzblut, wie sie einmal bezeichnet wurden, bauten alle Jahre wieder das Gerüst selbst auf, karrten das Material samt Wasser auf den Berg, sanierten Stück für Stück die maroden Mauern. Und das bei Wind und Wetter, mit viel Fachkenntnis, Durchhaltevermögen und Idealismus. Das sagte im Namen von Vizelandrat Winfried Becker der Kreisbeigeordnete Hilmar Löber.

„Sie können stolz auf Ihre herausragende ehrenamtliche Arbeit sein“, rief Löber den Arbeitskreismitgliedern zu. Kreis und Besucher seien sehr dankbar für dieses großartige, vorbildliche Engagement.

Auch die Pflege des Waldes, der Wanderwege und des Ars Natura seien eine tolle Leistung.

Von einer beachtlichen Leistung sprach Bürgermeister Volker Steinmetz. Durch bürgerschaftliches Engagement würden ein Kulturgut und ein wichtiges touristisches Ziel erhalten. „Das Durchhaltevermögen steckt uns alle an“, sagte Steinmetz.

„Eine tolle Leistung“, lobte Bernd Grasse namens des Gensunger Ortsbeirates. Er wünschte sich aber einen besseren Blick auf den Heiligenberg-Turm. Bäume, die die Sicht versperrten, sollten abgeholzt werden.

„Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Arbeit“ sagte der Vorsitzende des Burgvereins Felsberg, Heiner Maifarth. Idealismus, Schaffenskraft und Heimatliebe seien im Heiligenbergverein vorbildlich: „Macht weiter so.“

Als treibende Kraft der Burgsanierung würdigte Manfred Fischer namens des Heiligenbergvereins-Vorstandes Fritz Strack und dankte auch dessen Frau Erika. Stracks unermüdliches Management sei einmalig, und man sei sehr stolz auf die gesamte Arbeitsleistung ohne Unfälle und Zwischenfälle.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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