Fritzlarer Ursulinenschule zum 300. Geburtstag auf großer Fahrt

Mit 17 Bussen nach Rom

Sonne über der Heiligen Stadt: 1000 Ursulinenschüler sowie ihre Lehrer werden die Sehenswürdigkeiten Roms erleben. Unser Bild zeigt die Silhouette des Petersdoms, in dem die Fritzlarer eine Messe feiern werden. Fotos: dpa

Fritzlar. Eine Straßensperrung für einen Schulausflug dürfte wohl eher die Ausnahme sein, aber wenn am kommenden Freitag die Fritzlarer Ursulinenschule auf Tour geht, ist das auch keine gewöhnliche Fahrt.

Zum 300-jährigen Bestehen der Schule haben sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen. Die Schule fährt nach Rom, in die Ewige Stadt. Mit Ausnahme der neuen 5. Klassen sind alle dabei. Mit Lehrern und Betreuern werden ziemlich genau 1000 Menschen die Fahrt nach Italien antreten, sagt Lehrer Horst Blum.

17 Reisebusse werden sich nach einem Reisesegen vom Pferdemarktplatz auf die Reise machen. Dafür werde kurzfristig die Gießener Straße teilweise gesperrt, sagt Schulleiterin Jutta Ramisch.

Wenn alles glatt geht, werden die Fritzlarer nach 22 Stunden in Rom eintreffen, wo sie in einer Art Campinganlage untergebracht sind, in Holzhäusern mit mehreren Zimmern. Dort gibt es auch alle Mahlzeiten und bis zum späten Abend einen Snack. Organisiert wird die Reise von einer Firma, die Erfahrungen mit Fahrten kompletter Schulen nach Rom hat.

Eigene Messe im Petersdom

Einige Programmpunkte stehen für alle Mitreisenden fest. Dazu gehört eine Messe im Petersdom, die die Schule selbst gestaltet. Für diese Kirche, eine der größten der Welt, sind 1000 Menschen keine große Nummer, denn sie fast bis zu 20 000 Gläubige.

Ebenfalls für alle ist eine Lichterprozession geplant. Sie führt die Ursulinenschüler und Lehrer mit Kerzen vom Petersdom zur Engelsburg. Dann ist die Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Franziskus.

Als die Reise geplant wurde, hieß der Papst noch Benedikt und war ein Deutscher. Franziskus werde dann zwar vielleicht nicht Deutsch sprechen, sagt Horst Blum, dafür gelte er aber als jemand, der den Kontakt zu den Menschen sucht. Man solle allerdings nicht erwarten, ein persönliches Gespräch mit dem Papst führen zu können, denn bei einer solchen Audienz sind mehrere tausend Gäste im Saal.

Eine Woche werden die Fritzlarer in Rom bleiben. Je nach Klasse stehen noch zahlreiche andere Programmpunkte an: die Katakomben von Rom, Pompeji, Ostia, das Meer und Subiaco, wo der Heilige Benedikt drei Jahre als Einsiedler gelebt haben soll.

Es werde aber noch auch Zeit auf dem Campinggelände bleiben, sagt Blum. Gerade diese Begegnungen seien wichtig für das Gemeinschaftsgefühl.

„Die Anspannung ist schon da“, sagt Schulleiterin Ramisch über das Großprojekt. Sie hofft, dass nach einer erlebnisreichen Woche alle 1000 wieder gesund in Fritzlar eintreffen. In 17 Bussen.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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