Gewinnsparverein spendete Geld für einen Kinderwagen mit sechs Sitzplätzen

Cabrio-Bus für die Mäuse

Abgefahren: Im Bad Zwestener Kindergarten freut man sich über den neuen Kinderwagen-Bus. Sech Kinder können in ihm transportiert werden. Damit können in Zukunft auch die Jüngsten bei Ausflügen dabei sein. Foto: Schäfer

Bad Zwesten. Die Kinder im Bad Zwestener Gemeindekindergarten „Die Wühlmäuse“ würde am liebsten alle mitfahren, aber leider hat er nur sechs Plätze: Der neue VR-Mobil-Kinderbus, ein überdimensionierter Kinderwagen, wurde jetzt von der Raiffeisenbank Borken an den Kindergarten übergeben.

Der mit Kunststoff verkleidete Bus lässt sich – trotz seiner Größe – überraschend leicht bewegen und lenken. Sein Dach lässt sich bei gutem Wetter ganz einfach zurück klappen. Die kleinen Sitzplätze sind mit Dreipunktgurten und verstellbaren Kopfstützen gut gesichert. Am Griff sind zwei Handbremsen angebracht, für jede Achse eine. Eine Standbremse gibt es außerdem. 3000 Euro hat er gekostet.

Bus als Erleichterung

Finanziert wurde er aus Spenden, die aus den Erträgen des Gewinnsparvereins der Bank zusammengekommen sind. „Damit wollen wir soziale und kreativ tätige Einrichtungen und Vereine unterstützen“, erklärt Anke Müller von der Raiffeisenbank. Jede entsprechende Institution könne sich bewerben. Einzige Voraussetzung: Es muss einen Förderverein geben. „Der Bus ist eine unheimliche Arbeitserleichterung für uns“, sagt Kathrin Thomas, die Leiterin des Kindergartens.

Fünf Zweijährige sind in der Gruppe. Sie müssten bei Ausflügen von den Erzieherinnen an die Hand genommen werden. „Mit dem Bus kann sich eine Erzieherin um alle kleineren kümmern und gleichzeitig noch ein Auge auf die älteren haben“, erklärt Thomas.

Begeisterung hat der Bus vor allem bei den Jungen ausgelöst. „Die wollten direkt eine Runde drehen“, sagt die Kindergartenleiterin. Eigentlich sei der Bus ja nur für die Kleineren, aber die ein oder andere Ausnahme werde es mit Sicherheit mal geben. Schon jetzt freuen sich alle auf die erste Ausfahrt.

Keine Winterreifen

Bis es soweit ist, wird es allerdings noch ein bisschen dauern. „Das Wetter muss mitspielen“, sagt Kathrin Thomas. „Winterreifen hat der Bus ja leider nicht.“

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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