Café Zeitlos öffnet für Menschen mit Demenz

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Fröhliche Runde: Das Diakonische Werk Hofgeismar/Wolfhagen hat im Betreuten Wohnen im Wolfhager Seniorenzentrum ein drittes Café Zeitlos für Menschen mit Demenz eröffnet.

Wolfhagen. Alle guten Dinge sind drei. Diesem volkstümlichen Spruch hat das Diakonische Werk Hofgeismar/Wolfhagen zusammen mit den Partnern Arbeiter-Samariter-Bund sowie dem Caritasverband Nordhessen-Kassel Wahrheitsgehalt verliehen.

Nach Bad Emstal und Zierenberg gibt es jetzt auch in Wolfhagen ein Café Zeitlos. Eine Einrichtung nicht nur zur Betreuung von Menschen mit Demenz, sondern vor allem auch zur Entlastung der pflegenden Angehörigen.

Das Angebot richtet sich einmal flächendeckend an den gesamten Altkreis Wolfhagen in der häuslichen Umgebung. Zudem gibt es jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr eine Betreuungsgruppe im Betreuten Wohnen des Seniorenzentrums Wolfhagen in der Karlstraße. Sozial-Pädagoge Marcus Drescher vom Diakonischen Werk Hofgeismar/Wolfhagen: „Unser Angebot zur stundenweise Entlastung zu Hause oder in der Gruppe will Angehörige unterstützen.“ Die Versorgung und Betreuung eines Menschen, der an Demez erkrankt ist, zähle zu den intensivsten Aufgaben in der Pflege, sagt Jutta Reinmold, hauptamtliche Gruppenleiterin, die von mehreren geschulten ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird. Angehörige seien oftmals rund um die Uhr gefordert und übernähmen häufig die gesamte Pflege alleine.

Derzeit werden in der Wolfhager Dienstagsgruppe zehn demenzkranke Menschen betreut. Zum Einstimmen werden gemeinsam Lieder gesungen, Bewegungs- sowie Konzentrationsspiele gespielt, es wird gebastelt und gewerkelt. In jeder Gruppenstunde wird von Jutta Reinmold ein bestimmtes Erzählthema vorgeschlagen – am vergangenen Dienstag war es der Jahreszeit entsprechend der Apfel.

Ziel des Café Zeitlos (Zentrum für Demenz) ist es, dazu beizutragen, die Würde und Lebensqualität der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu erhalten und zu verbessern. Dafür werden freiwillige Helfer gesucht, die sich ehrenamtlich für die stundenweise Entlastung pflegender Angehörige im häuslichen Umfeld zur Verfügung stellen. „Sie leisten keine Pflege“, so Marcus Drescher, „sondern bieten ausschließlich individuelle Betreuung und Anregung für die Betroffenen.“ (zih)

Quelle: HNA

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