Stelle war ein Jahr lang unbesetzt

Carina Schmidt ist die neue Jugendpflegerin in Guxhagen

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Neue Jugendpflegerin in Guxhagen: Carina Schmidt (24) aus Baunatal hat die Stelle übernommen. Derzeit richtet sie ihr Büro im Jugendclub an der Schönen Aussicht ein.

Guxhagen. Ein Jahr lang gab es in Guxhagen keinen Jugendpfleger – am 2. Januar hat Carina Schmidt (24) aus Baunatal nun die Stelle übernommen.

Derzeit richtet sie ihr Büro im Jugendclub an der Schönen Aussicht ein und schaut alte Unterlagen durch. „Ich muss erst einmal sehen, was hier in der Vergangenheit überhaupt gemacht wurde“, sagt die junge Frau, die in Holzminden Soziale Arbeit studiert hat. Der Jugendclub soll in diesem Jahr noch umfassend saniert werden.

Bereits als sie 13 Jahre alt war, engagierte sie sich ehrenamtlich für Kinder. „Ich wollte schon immer mit jungen Menschen arbeiten. Deshalb bin ich total glücklich, dass ich jetzt in Guxhagen die Möglichkeit dazu habe.“ Während des Studiums machte die 24-Jährige bereits mehrere Praktika, ein halbes Jahr verbrachte sie bei der Jugendpflege in Lohfelden. Bis zuletzt betreute sie in Wellen (Edertal) eine Wohngruppe für Jungs.

Während sie bisher immer Mitglied eines Teams war, ist sie in Guxhagen nun die erste Ansprechpartnerin für Kinder und Jugendliche. „Das ist jetzt schon noch einmal eine andere Situation, aber ich freue mich darauf. Und von der Gemeinde bekomme ich viel Unterstützung.“

Ideen bringt Carina Schmidt viele mit. „Man könnte zum Beispiel Mädchennachmittage organisieren, gemeinsam kochen oder ein Billardturnier veranstalten.“ Besonders wichtig seien aber auch die „offenen Nachmittage“. „Die Kinder sollen sich hier nicht fühlen wie in der Schule, sondern frei entscheiden können, was sie machen. Und wenn sie nur abhängen wollen, dann ist das auch gut.“ Das Haus biete jedenfalls gute Möglichkeiten.

Bis dahin müssen sie und die Jugendlichen sich allerdings noch etwas gedulden. Denn für das Gebäude steht noch in diesem Jahr eine Komplettrenovierung an, sagt der Guxhagener Hauptamtsleiter Frank Jacob. 50 000 Euro sind im Haushaltsentwurf dafür angesetzt. Sobald der Haushalt von der Gemeindevertretung beschlossen wurde, sollen die Gewerke ausgeschrieben werden. „Wann die Arbeiten dann ausgeführt werden können, hängt natürlich von den Firmen ab“, sagt Jacob. Deshalb könne man es kaum abschätzen, wann die Renovierung abgeschlossen sein wird. Ob der Jugendraum trotzdem schon genutzt werden kann, müsse man nun erstmal sehen.

Auch die Jugendräume in Wollrode und Ellenberg will Carina Schmidt für Angebote nutzen. Für die Ortsteile könne sie sich zum Beispiel vorstellen, dort einmal in der Woche feste Öffnungszeiten anzubieten.

Dass die Gemeinde einen Jugendpfleger beschäftigt, sei heutzutage nicht mehr an der Tagesordnung, sagt die Baunatalerin. „Schließlich ist es eine freiwillige Leistung.“ (siehe Hintergrund). „Aber ich glaube für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, einen Ansprechpartner außerhalb von Schule und Familie zu haben, mit dem sie beispielsweise über Zukunftspläne und Probleme sprechen können.“

Kontakt-Information: Weil es im Jugendclub noch kein Telefon, gibt, ist Carina Schmidt dort noch nicht erreichbar. Sobald eine Telefonnummer vorhanden ist, wird diese durch die Gemeinde veröffentlicht.

Nur drei Kommunen im Kreis haben eigene Jugendpfleger

Neben Guxhagen beschäftigen Melsungen und Felsberg eigene Jugendpfleger. Die Gemeinde Malsfeld beteiligt sich an der Jugendpflege der evangelischen Kirche. Die Stadt Spangenberg hat die Jugendarbeit an die Awo abgegeben. Die Stadt trägt Personal- und Sachkosten. In Körle kümmert sich die evangelische Kirchengemeinde in Kooperation mit dem Kirchspiel Dörnhagen-Fuldabrück um die Jugendpflege. Durch Umstrukturierungen der Kirchenkreise – Fuldabrück gehört seit diesem Jahr zum Kirchenkreis Kaufungen und nicht mehr zu Melsungen – ist noch offen, wie es mit der Jugendarbeit in Körle weitergeht. In Morschen gibt es keine Jugendpflege. 

Quelle: HNA

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