Wechsel des Gemeindevertreters

CDU-Mitglied Björn Wilhelm aus Morschen wechselt zur AfD

Björn Wilhelm

Morschen. Wenn die Gemeindevertreter in Morschen am Donnerstagabend, 23. Februar, tagt, wird die CDU nur noch einen Sitz im Parlament haben. Gemeindevertreter Björn Wilhelm (25) hat mitgeteilt, dass er sowohl aus der Partei als auch aus der Fraktion ausgetreten ist.

Wenn die Gemeindevertreter in Morschen am Donnerstagabend tagen, wird die CDU nur noch einen Sitz im Parlament haben. Gemeindevertreter Björn Wilhelm (25) hat mitgeteilt, dass er sowohl aus der Partei als auch aus der Fraktion ausgetreten ist. Er sei bereits seit Dezember Mitglied der AfD, die nicht im Gemeindeparlament vertreten ist und auch bei der Gemeindewahl im März 2016 nicht zur Wahl stand.

Im Parlament will er als fraktionsloses Mitglied bleiben. Wilhelm, der für die CDU im Haupt- und Finanzausschuss saß, verliert diesen Posten durch seinen Fraktionsaustritt, sagt Morschens Büroleiter Markus Opitz. Die Fraktionen müssten nun Kandidaten für eine Nachbesetzung der Position benennen. Die CDU verliere durch das Ausscheiden von Wilhelm ihren Fraktionsstatus aber nicht, sagt Opitz.

Auf sein Mandat zu verzichten, darüber habe er nicht nachgedacht, sagt Wilhelm. Er sehe in seinem Schritt keine Wählertäuschung, da er der Meinung sei, dass er in erster Linie als Person in die Gemeindevertretung gewählt wurde und nicht wegen seiner Parteizugehörigkeit. „Ich habe meinen Eintritt in die AfD öffentlich gemacht, weil ich ehrlich sein will zu denen, die mich gewählt haben“, sagt der 25-Jährige. Auf seiner Facebook-Seite hat Wilhelm einen Infobrief veröffentlicht, in dem er seine Gründe und Überzeugungen schildert.

„Ich habe schon vor der Wahl deutlich gemacht, dass ich mit der Politik der CDU nicht komplett einverstanden bin“, sagt Wilhelm. Ihm fehle das konservative Profil in der CDU und auch mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin sei er nicht einverstanden. Parteilos zu bleiben, stelle für ihn als politischen Menschen keine Alternative dar, sagt Wilhelm.

Seine Entschluss, aus der CDU auszutreten, habe mehr mit bundes- und landespolitischen Themen zu tun als mit der Politik auf kommunaler Ebene. Seiner Meinung nach hätten sich die etablierten Parteien ins Sachen Bundes- und Landespolitik zu weit vom Wähler entfernt.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion