Chance auf Einzug bestand nur in der Theorie

Bürgermeister Schlemmer sauer über CDU-Kritik

Jesberg. Bürgermeister Günter Schlemmer ist erbost und sauer darüber, dass die Bad Zwestener CDU ihm unterstellt, den Einzug von Bürgermeister Michael Köhler in den Verbandsvorstand des Naturpark Kellerwald verhindert zu haben. "Das ist Unfug", schimpft er.

Artikel aktualisiert um 11.15 Uhr.

Was Schlemmer besonders ärgert, sind "parteipolitische Kungeleien, die von der CDU ins Spiel gebracht werden". Denn seiner Meinung nach wäre eine Besetzung des Vorstandes mit zwei Bürgermeistern aus dem Schwalm-Eder-Kreis nur theoretisch möglich gewesen. Nach der Satzung haben vier Bürgermeister und die beiden Landräte Sitz und Stimme in dem Gremium. Einer der Bürgermeister kommt aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Bislang sei der Platz im Rotationsverfahren von den Bürgermeistern der drei Kellerwaldgemeinden, Gilserberg, Jesberg und Bad Zwesten besetzt worden. Turnusgemäß wäre Gilserbergs Bürgermeister Lothar Vestweber in dem kommenden fünf Jahren im Vorstand vertreten gewesen. Der verzichtete allerdings auf eine Nominierung, und schlug seinerseits Günter Schlemmer vor. Die Verbandsversammlung sei dem Vorschlag gefolgt und habe ihn gewählt.

Den Vorschlag des Kellerwaldvereins, ihn als Vertreter des Kellerwaldvereins in den Vorstand zu entsenden, habe abgelehnt, weil bislang stets der Vorsitzende des Vereins den Sitz inne hatte. Die Auffassung der Bad Zwestener CDU damit sei Bürgermeister Köhler nicht zum Zug gekommen, könne er nicht nachvollziehen. Ob die Vertreter aus Waldeck-Frankenberg den Verwaltungschef der Kurgemeinde gewählt hätten, sei zweifelhaft. Auch wäre damit ein Ungleichgewicht zu Gunsten des Landkreises entstanden.

Was Schlemmer aber besonders ärgert ist, dass die Union von einer Schwächung spricht. Bislang habe man gut, kollegial und zum Wohle des Landkreises zusammen gearbeitet. Aus parteipolitischen Gründen versuche die CDU einen Streit vom Zaum zu brechen und ihn bis in den Zweckverband Schwalm-EderWest zu tragen. Das verstehe er nicht unter einer gedeihlichen Zusammenarbeit. (ras)

Quelle: HNA

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