Hauptkommissar Robert Wilke ist der neue Leiter der Ziegenhainer Polizeiwache

Ein Chef mit Schafherde

Arbeitet gern im Stehen: Robert Wilke ist Polizeihauptkommissar und der neue Chef der Schwalmstädter Polizeistation. Foto: Grede

Schwalmstadt. „Ruhe bewahren, Überblick verschaffen und wenn möglich, lächeln nicht vergessen.“ Drei Tipps – kurz, knackig und in dieser Reihenfolge – für die der Neue in der Ziegenhainer Wache steht. Seit Anfang des Monats ist Polizeihauptkommissar Robert Wilke Leiter der Schwalmstädter Polizeistation. Er wechselte vom Polizeipräsidium in Kassel in den Altkreis Ziegenhain.

„Nach 29 Jahren bin ich wieder im Schwalm-Eder-Kreis angekommen“, sagt der 48-jährige. Wobei das nur beruflich gemeint sein kann. Denn Robert Wilke ist ein richtiger Schwalm-Ederer: Geboren wurde der Borkener in Treysa, in Homberg hat er sein Abitur gemacht.

Auch wenn er dem Büro im Obergeschoss des Polizeigebäudes mit Blumen in den Fenstern und Bildern an der Pinwand schon seine persönliche Note gegeben hat, ist er insgesamt noch dabei, die Lage zu sichten, sich ein Bild über das Personal und das Revier im Altkreis Ziegenhain zu verschaffen. Chef ist er für 44 Beamte, darunter sieben Frauen. Sie haben als Team die Sicherheit der Menschen von Gilserberg bis Oberaula im Blick.

Mit seinen 48 Jahren steht Wilke quasi für den Altersdurchschnitt auf der Ziegenhainer Wache. Motivation des doch eher gestandenen und routinierten Schwalmstädter Polizeistabes? Darin sieht Wilke kein Problem. Insgesamt setzt er dabei eher auf Nähe als auf Distanz. Ein Beleg: Mit allen Schwalmstädter Kollegen ist er bereits per Du. Führen will er im Wesentlichen als Vorbild. Das beeinhalte für ihn selbst durchaus mal länger und mehr zu arbeiten, sagt er.

Helfen könnten ihm dabei die Eigenschaften, die er selbst als „humorvoll und kommunikativ“ bezeichnet. Durchaus Autorität klingt allerdings durch, wenn Wilke mit Nachdruck sagt, „Vereinbarungen müssen gelten“.

Auch wenn seine Polizeikarriere, angefangen mit der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei bis hin zu Führungspositionen in verschiedenen Abteilungen des Polizeipräsidiums viele Zeilen füllen könnten, sieht Wilke sich nicht nur als der Mann in Uniform.

Lebhaft wird er im Gespräch, wenn er von seinem Hobby erzählt, mit dem ihm viele Borkener in Verbindung bringen: Der 48-Jährige ist Vorsitzender des Vereins „Schäferei Streuobstwiese Hundrück“. Das ist ein Verein, der in Borken vor vielen Jahren aus einer Nachbarschaftsinitiative entstanden ist. Hinter dem etwas sperrigen Vereinsnamen verbergen sich eine große Streuobstwiese mit 200 Bäumen, eine Schafherde, bestehend aus 50 Coburger Fuchsschafen – und viele Menschen, die sich wie Robert Wilke der Natur besonders verbunden fühlen. Zur Person

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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