34. Internationaler Museumstag im Wolfhager Land mit vielen spielerischen Aktionen

Der Chef war der Täter

Museum zum Anfassen: Auf großes Interesse bei den Besuchern stießen auch die klassischen Exponate des Museums Wolfhager Land wie hier bei Harald, Katharina, Viktoria und Claudia Kesper aus Zierenberg, die eine maßstabsgetreue Nachbildung der Weidelsburg aus dem 15. Jahrhundert bestaunen. Fotos: Ludger Verst

Wolfhager Land. Der 34. Internationale Museumstag war auch im Wolfhager Land ein Publikumsmagnet. Andrang wie selten verzeichnete Museumsleiter Dr. Jürgen Römer bereits nach einer Stunde. Und auch das Ecomuseum Habichtswald, das sich seit 2009 zu einer viel beachteten Museumslandschaft mit vier Standorten in Ehlen und Dörnberg erweitert hat, war am Sonntag für Familien ein verlockendes Ausflugsziel.

Museumskrimi

Vor allem die Kinder kamen in allen Museen auf ihre Kosten. Interessante Spiele und Rätsel verführten sie zu Erkundungstouren quer durch die Museen. Im Regionalmuseum Wolfhager Land konnten sie sich sogar als Detektive versuchen. Beim Museumskrimi verschwanden Exponate auf mysteriöse Weise, und geheimnisvolle Hinweise führten schließlich zur Lösung des Falles - oder auch in die Irre. Der Wolfhager Museumsdieb war allerdings schnell gefasst. Er hatte ein wertvolles neolithisches Steinbeil aus der Zeit um 2800 v. Chr. mitgehen lassen und war - zur Verblüffung aller - der Museumsleiter selbst.

Wer es etwas entspannter angehen wollte, konnte Studien in einem der Museen für regionale Geschichte und Kultur betreiben, eine Hausschneiderin bei der Handarbeit bestaunen oder dem noch berufstätigen 86-jährigen Schuhmachermeister Fritz Ritter im Museum für Landwirtschaft und dörfliches Handwerk beim Schuheflicken über die Schulter schauen.

Handwerkskunst

Ohnehin kamen besonders diejenigen auf ihre Kosten, die sich für Handwerkskunst und Landleben interessierten.

In der Alten Dorfschmiede mit Schmiedemuseum an der Kohlenstaße im Habichtswalder Ortsteil Ehlen demonstrierte Lothar Kessler eindrucksvoll alte Schmiedekunst, während es für die Besucher in der alten Backstube Winzig am Kirchplatz frische Brötchen aus dem historischen Backofen und Kaffee und Kuchen vom Bäckermeister gab.

Von Ludger Verst

Quelle: HNA

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