Au-Pair-Mädchen Jelena Nink besuchte auf eigene Faust die faszinierende Stadt im Staat Illinois

Chicago, aber nicht das Musical

Freiheit pur: Jelena Nink posiert vor dem Sears Tower in Chicago.

Elbenberg/Chcago. Meine Gastfamilie hatte mir Mitte August ein paar Tage frei gegeben. Während sie zu Familienfestivitäten fuhren, brach ich ganz allein auf zu meinem nächsten Trip. Da von meinen Freunden niemand zur selben Zeit Urlaub hatte, plante ich den Flug, das Hostel und Sightseeing ganz für mich allein. Unabhängigkeit, Lockerheit, diese Eigenschaften werden in so einem besonderen Jahr stark geprägt und weiterentwickelt.

So landete ich am 18. August in Chicago, Illinois. Schon von oben aus dem Flieger erkannte ich, dass Chicago wieder ein ganz anderes Fleckchen der Erde ist. Grün und geordnet erschien mir die Stadt.

Dort angekommen, bezog ich ein Zimmer in einem Hostel, dass ich zusammen mit einem Au Pair aus Kolumbien gebucht hatte. Das andere Mädchen hatte ich über Facebook kennengelernt, auf der Suche nach Gefährten für meine Tour.

Neu für mich war auch die Übernachtung in einem Hostel. Ich war überrascht, wie gut es mir dort gefiel. Das Personal sowie die Gäste bestanden nur aus jungen Menschen und es herrschte eine angenehm lockere und aufgeschlossene Atmosphäre.

Wie „VIP’s“ behandelt

Nach einem Pancakefrühstück am Morgen legten wir, die Kolumbianerin Diana und ich, los. Bevor die Entdeckungsreise startete, kauften wir einen so genannten „Citypass“, der den Eintritt für viele Attraktionen beinhaltet und einen finanziellen Vorteil verschafft. In allen Gebäuden wurden wir wie „VIP’s“ behandelt, durften an den Warteschlangen vorbei und genossen alle Extra-Shows und Ausstellungen. Das Gefühl war irgendwie seltsam und spannend zugleich.

Zusammen mit Diana besuchte ich das „Museum of Science and Industry“ und das „Institute of Art“ und erfreute mich an gut aufgemachten Museumshallen. Am ersten Abend fuhren wir vor Sonnenuntergang hoch auf den Sears Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, und ließen uns von dem Wahnsinnsblick auf Chicago begeistern. Diese Stadt kann ich nur empfehlen. Sauber und schön dekoriert mit Blumenbeeten, gut organisiert, sehr nette Menschen überall, und das Gedränge auf den Straßen ist nicht annähernd so schlimm wie in New York City.

An unserem zweiten Tag verschlug es uns in das „Museum of Natural History“. Am Nachmittag besuchten wir das „Shedd Aquarium“. Das Aquarium ist sehr auf die Umwelt konzentriert. Zum ersten Mal schaute ich mir eine Delfin- und Walvorführung an.

Einfach unglaublich, welche Anmut diese Tiere ausstrahlen. Zudem fand die Show mit dem Michigan See im Hintergrund statt. Weiterhin führte der Weg uns zum „Navi Pier“. Man kann sich diesen Pier vorstellen wie einen kleinen Teil vom Wolfhager Viehmarkt. Der Duft von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln erfüllt die Luft, ein Riesenrad dreht seine Runden und glückliche Menschen spazieren vorbei.

von Jelena Nink

Quelle: HNA

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