FDP-Spitzenpolitiker trafen sich beim Neujahrsempfang der Liberalen in Homberg

China liegt näher als gedacht

Prognosen für das neue Jahr: Von links der Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag, Florian Rentsch, Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch, der Vorsitzende der Homberger Liberalen, Manfred Ripke, der Chef der FDP-Kreistagsfraktion, Peter Klufmöller, sowie FDP-Kreisvorsitzender Nils Weigand. Foto: Thiery

Homberg. Viel Zuversicht – vor allem, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht – verbreiteten die Liberalen am Sonntag beim Neujahrsempfang der Homberger FDP. Zu Gast war dort Florian Rentsch, der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion.

Er freue sich, dass Nordhessen in den vergangenen Jahren wirtschaftlich kräftig aufgeholt habe. Dafür machte er neben dem Jobmotoren wie SMA und den Logistikern auch die verbesserte Infrastruktur verantwortlich. „Nordhessen ist nicht mehr das Schlusslicht in Hessen“, sagte der gebürtige Kaufunger erfreut.

Noch besser solle es mit dem Ausbau der A 49 werden, für den das Geld nun bereit stehe, erklärte Rentsch. Gemäßigtere Zeiten wünschte er sich für die Bundespolitik. „Wenn es nach der FDP geht, dann soll das nächste Jahr ruhiger werden“, meinte er zu den Eskapaden auf Bundesebene. Das liegt auch Peter Klufmöller, dem FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, am Herzen. Er wünscht sich in der Berliner Fraktion eine bessere Einheit.

Die wirtschaftliche Entwicklung griff auch Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch auf. „Ich hätte vor eineinhalb Jahren nie gedacht, dass wir so schnell aus der Finanzkrise heraus kommen“, sagte er. Die Krise sei nahezu kompensiert, wagte er eine Prognose.

Posch warnte davor, die Bedeutung der internationalen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu unterschätzen. „Es kann uns nicht mehr egal sein, wenn in China der berühmte Sack Reis umfällt“, sagte er. Wenn in Shanghai der Verkehr reduziert werden solle, wirke sich das unter Umständen auf die Aufträge bei VW in Baunatal aus.

Der internationale Wettbewerb werde zunehmen und zu kürzeren Wachstumszyklen führen, sagte der Wirtschaftsminister voraus.

Von Homberg war Florian Rentsch sehr angetan. Auf seiner Internetseite werde er die Stadt in die Liste seiner Lieblingsorte aufnehmen, kündigte er an.

Gute Werbung könne auch Homberg gut gebrauchen: Denn die Kreisstadt werde – wie die gesamte Region – unter dem Bevölkerungsschwund leiden, bemerkte der FDP-Kreisvorsitzende Nils Weigand.

Mit Blick auf die Verwaltungsstruktur des Landkreises meinte Weigand: „Der Aufwand muss reduziert werden.“ Frei werdende Stellen sollten möglichst nicht mehr besetzen werden. Er riet zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. (zty)

Quelle: HNA

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