Fritzlar: Schüler nehmen an Nachwuchswettbewerb für junge Techniker teil

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Entwickeln einen Mikrochip: Julius Wiesemann (links) und Joachim Hebeler mit einem Board. 

Fritzlar. Die Begeisterung für Technik verbindet die beiden schon seit Jahren. Jetzt nehmen Julius Wiesemann aus Fritzlar und Joachim Hebeler aus Römersberg an dem Nachwuchswettbewerb „Invent a chip“ („Entwickle einen Chip“) teil.

Sie wollen LEDs effizienter zum Leuchten bringen und dafür einen Mikrochip programmieren. Dieser wird auf einem Computer getestet und dann produziert.

Die beiden Technikbegeisterten waren im Mathematikunterricht durch ein Poster auf den Wettbewerb aufmerksam geworden. „Wir haben uns schon länger mit LEDs beschäftigt“, sagt der 17-jährige Joachim Hebeler. Das Projekt der Schüler setzte sich in einem Feld von über 2000 Teilnehmern durch. Sie haben die Chance bekommen, ihren Chip selbst zu produzieren.

In einem Workshop vor ein paar Wochen bekamen sie das notwendige Wissen für eine Chipentwicklung. Experten schulten zwölf Teams am Institut für Mikroelektronische Systeme (IMS) der Leibniz-Universität Hannover im modernen Chipdesign.

LEDs auch im Schlafzimmer

Durch den Chip soll es möglich werden, dass Glühbirnen und Energiesparlampen durch noch umweltfreundlichere LEDs ersetzt werden können. In die LED-Fassung wird der Chip direkt eingebaut und ist effektiver, weil die Elektronik sehr energiesparend arbeitet. Das Licht dieser LED-Lampe soll sich beispielsweise auch für Schlafzimmer eignen.

Der Chip erlaube eine intelligente Lichtsteuerung für das gesamte Haus. Darunter könne man sich einen Einschlaf-Timer vorstellen: Das Licht wird zum Einschlafen langsam dunkler.

Per Internet tauschen sich die beiden Schüler mit den anderen Teilnehmern aus. „Alle haben ungefähr den gleichen Stand. Es zeigt sich dann in der Praxisphase, wer gut vorankommt“, sagt der 18-jährige Wiesemann.

Bis Mitte September haben die Schüler Zeit, ihren Mikrochip zu entwickeln. An ihrem Projekt arbeiten beide mal in der Mittagspause und mal am Abend. Vier Projekte werden von einer Jury nominiert und dann am 5. November in Stuttgart auf dem Verband der Elektrotechnik-Kongress „Smart Grid“ der Öffentlichkeit präsentiert und von Bundesforschungsministerin Professorin Annette Schavan ausgezeichnet.

Elektrotechnik, das wollen Julius Wiesemann und Joachim Hebeler am liebsten nach dem Abitur studieren. Jede Menge Vorwissen bringen sie auf jeden Fall schon mit.

Von Franziska Kiele

Quelle: HNA

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