Schüler entwickeln Mikrochip für sicheren Straßenverkehr

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Sie programmieren den Verkehrs-Chip: von links Silvio Nießner, Max Bergmann, Lehrer Dr. Carsten Obach, Dennis Martens und Paul Hubweber. Foto: privat

Fritzlar. Ein Mikrochip soll den Verkehr sicherer machen. Entwickelt haben ihn die Fritzlarer Schüler Silvio Nießner, Max Bergmann, Paul Hubweber und Denis Martens.

Die König-Heinrich-Schüler haben sich mit der Elektrofahrzeugen und ihren Auswirkungen beschäftigt und dabei eine Gefahr erkannt: Fußgänger, Fahrradfahrer und andere Verkehrsteilnehmer könnten die deutlich leiseren Motoren der Elektroautos nur noch schlecht oder gar nicht mehr wahrnehmen.

Genau das soll der Chip verhindern. Mit ihrer Idee haben die KHS-Schüler bei der Jury des Wettbewerbs „Invent a Chip“ (deutsch: Erfinde einen Chip) gepunktet. Sie setzten sich in einem Feld von mehr als 2500 Teilnehmern durch.

Die Initiative des Elektrotechnik-Verbandes VDE und des Bundesforschungsministeriums suchte an über 3000 Schulen ausgefallene Ideen für Mikrochips.

Die Fritzlarer Entwicklung soll Verkehrsteilnehmern Informationen übertragen, beispielsweise, ob sie gefahrlos die Straße überqueren können. Auch für seh- und hörbehinderte Menschen könne er hilfreich sein.

Die Schüler haben den Leistungskurs Physik belegt und besuchen die 12. Jahrgangsstufe. Ihr Lehrer Dr. Carsten Obach ist Mitglied des Schulleitungsteams und leitet das Aufgabenfeld III mit den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Informatik.

Von den vielen Teilnehmer-Teams waren zwölf für einen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz-Universität Hannover ausgewählt worden. Dort vermittelten ihnen Experten das notwendige technische Wissen für das Chipdesign.

VDE-Vorsitzender Hans Heinz Zimmer erklärte: „Die Teams haben die Möglichkeit, sich mit einer faszinierenden Technologie auseinanderzusetzen und schon erste Schritte Richtung Studium oder Beruf zu machen.“

Diesmal drehte sich das Schwerpunktthema um Städte. 70 Prozent der Weltbevölkerung werden laut Prognosen im Jahr 2030 in Städten leben, das sei eine Herausforderung auch für die Technologie, etwa bei intelligenten Verkehrssystemen oder Chips für Straßenlaternen.

Die KHS-Schüler haben nun bis September Zeit, um ihrem Chip den letzten Schliff zu geben. „Die Mitteilung, dass sich ein Fahrzeug nähert, kann je nach Einsatzgebiet variieren“, erklären die Schüler.

Bei Sehbehinderten etwa biete sich ein akustisches oder fühlbares Signal an. Die besten und originellsten Chip-Entwürfe werden am 20. Oktober in Frankfurt präsentiert und ausgezeichnet. Es gibt Geldpreise, Stipendien und anderes zu gewinnen. (ode)

Quelle: HNA

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