Filmprojekt „Junge Energien“

Christine-Brückner-Schüler erhalten Auszeichnung

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Besuch der Arbeitsgruppe „Junge Energien“ bei der Solaranlage mit artgerechter biologischer Hühnerhaltung in Witzenhausen-Freudenthal: Geert Platner ist mit dem Pionier artgerechter Hühnerhaltung Max Weiland im Hintergrund, vorne rechts die Studentin aus China Frau Cheng Xi mit der jüngsten Teilnehmerin Paulina Platner.

Bad Emstal. Das aufwendige Filmprojekt „Junge Energien“ der Christine-Brückner-Schule aus Bad Emstal ist ausgezeichnet worden: Die Dokumentation der „Modellregion Region Nordhessen“ überzeugte eine kritische Jury und sichert dem Film nun bundesweite Resonanz.

Die Akademie für Bildungsreform und die Theodor-Heuss-Stiftung haben im Zuge des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ die CBS ausgewählt.

Jedes Jahr werden 100 besonders engagierte Schüler für eine Woche an den Starnberger See eingeladen, um dort Pädagogen und Medienvertretern ihre Arbeit vorzustellen. Diese Belohnung winkt nun den Schülern aus Bad Emstal. Für diese besondere Auszeichnung überprüft die Universität Jena herausragende Projekte in Deutschland.

Für ihr Projekt waren die jungen Emstaler insgesamt über 3000 Kilometer mit großem Freizeiteinsatz für ihre Dreharbeiten unterwegs, dabei fand besondere Beachtung, dass die Schüler Drehbücher und Dreharbeiten völlig selbstständig organisierten; die nötige Sachkenntnis holten sie sich in vier Wochenend-Workshops mit zwei international mehrfach ausgezeichneten Regisseuren: Der Berliner Dokumentarfilmerin Sophie Narr und dem Schweizer Regisseur Ralph Etter.

Einmalige Kooperation

In dieser Form einmalig ist die ständige Kooperation mit Lehramtsstudenten der Uni Kassel, die (ebenfalls in ihrer Freizeit) Fahrdienste übernahmen, die Workshops mitgestalteten und die Schüler sogar nach Berlin begleiteten.

Nachdem es mehrere Nachfragen aus China gab, trafen sich die unermüdlichen Jugendlichen mit chinesischen Studentinnen, die wichtige Ratschläge für den Einsatz des Filmes in China gaben. Die Germanistin Cheng Xi (Universitäten Beijing und Göttingen) wird den Film ins Chinesische übersetzen.

Am 28.Juni 2013 kommt eine Delegation aus Shanghai und wird an der feierlichen Premiere des deutsch-chinesischen Filmprojekts teilnehmen. Dazu wurden auch die Hessische Kultusministerin und der Präsident der Universität Kassel eingeladen, um sich bei dieser Präsentation von der beispielgebenden Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität zu überzeugen.

Bei einem Gespräch stellten Schulleiter Wolfgang Engelmeyer, die Projektberaterin Konstanze Schmidt (bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Günter Grass, der schon lange Jahre die Umwelt-AG Emstal fördert), Lehramtsstudenten und einer Schüler-Delegation ihre Arbeit dem Präsidenten des Netzwerks Hessen-China vor, Minister a.D. Alfred Schmidt.

Der in China bestens bekannte Politiker versprach, sich auch um eine finanzielle Förderung der Übertragung des Films in chinesische Untertitel zu bemühen.

Die besondere Stellung von weltweit bekannten Kasseler Wissenschaftlern und innovativer Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien ist für ein chinesisches Publikum sehr interessant und geeignet, die Arbeit des Netzwerks zu unterstützen. (nh/uli)

Quelle: HNA

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