Coliette Klee: Die gute Tante aus Maden

Coliette Klee setzt sich seit Jahren in Tansania für Waisenkinder ein

Hilfe in den ärmsten Ländern: Coliette Klee setzt sich seit Jahren in Tansania für Waisenkinder ein.

Maden. In Mto wa Mbu ist Coliette Klee besser bekannt als Shangazi. Das ist Swahili und bedeutet Tante. Mto wa Mbu ist eine kleine Stadt mit etwa 20 000 Einwohnern in Tansania in Afrika. Dort setzt sich die 39-Jährige aus Maden seit Jahren für Waisenkinder ein.

Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Menschen dort haben Hilfe dringend nötig. „Auch wenn sich unsere Bemühungen manchmal anfühlen wie ein Tropfen auf den heißen Stein, ein bisschen Hilfe ist besser als keine“, sagt Coliette Klee und klickt durch die Bilder auf ihrem Notebook. Gerade ist sie aus Tansania zurückgekehrt und berichtet von den neuesten Projekten, die sie mithilfe ihres Vereins Shangazi realisieren möchte.

Kinder haben keine Schuhe

Einmal im Jahr fliegt die engagierte zweifache Mutter nach Tansania und organisiert dort die Hilfe. „Wir wollen sicher sein, was mit dem Geld geschieht, und wir wollen, dass alle Spenden auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, sagt Coliette Klee.

Coliette Klee: Die gute Tante aus Maden

Ihren Flug bezahlt sie selbst und schon mit 1000 Euro Spendengeld kann man in Tansania viel erreichen. Zum Beispiel rüstet der Verein mehr als 150 Kinder mit Schuluniformen und Schreibzeug aus. „Es fehlt den Menschen aber an noch grundlegenderen Dingen. Zum Beispiel an Schuhen.“

Das Geld gibt Coliette Klee nicht aus der Hand. „Jedes Jahr machen wir eine Bestandsaufnahme im Waisenhaus in Mto wa Mbu, und dann geben wir die Sachen in Auftrag, die am dringendsten fehlen.“ Das können Tische sein oder Betten oder neue Kleidung und Schuhe.

Vor vier Jahren wurden im Waisenhaus acht Kinder betreut, heute sind es mehr als 30. Die meisten der Kinder haben ihre Eltern an Krankheiten wie Malaria und Tuberkulose verloren. Aids spiele zwar auch eine Rolle, aber keine so große wie in anderen afrikanischen Ländern.

Tabuthema Aids

Außerdem erfahre man selten von Aids-Toten. „Das ist den Menschen sehr unangenehm. Eher erzählen sie, derjenige sei verrückt geworden oder habe die Familie sitzen lassen.“ Dank des Vereins wurde in den vergangenen Jahren ein neuer Raum für das Waisenhaus gebaut und ein Brunnen.

Die Vereinsinitiative habe in der Kleinstadt mittlerweile eine ganz eigene Dynamik bekommen, sagt Coliette Klee. Mütter kämen und fragten nach Hilfe für ihre Kinder, zudem werden an den vier Grundschulen und der weiterführenden Schule Projekte betreut. „Wir versuchen gerade ein Chemielabor für den Unterricht aufzubauen“, berichte Klee. Das sei nicht ganz einfach, weil man die benötigten Utensilien teilweise aus Deutschland mitbringen müsse.

Aber der Einsatz lohne sich. „Unser großes Ziel ist es, den Kindern eine gute Bildung zu ermöglichen. Eine größere Hilfe können wir kaum leisten.“ Wer sich beteiligen möchte, kann dies mit Spenden tun.

• Kontakt: www.waisenhaus-tansania.de. oder Coliette Klee, Tel. 0 56 03/ 9 21 44.

• Spendenkonto: Shangazi Hilfsprojekt, Raiffeisenbank Nordkreis Landsberg, Bankleitzahl: 701 693 51, Kontonummer: 214663.

Quelle: HNA

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