Zierenberger Linedance-Gruppe zeigte beim Schnupperabend im Bürgerhaus, wie man zur Country-Musik tanzt

Cowgirls suchen Nachwuchs

Zierenberg. Den linken Fuß einen Schritt nach links, den rechten dahinter kreuzen. Daniela Vogt weiß genau, worauf sie achten muss. Es ist Mittwochabend, Zeit zum Tanzen.

Die Hände locker in die Hüfte gestemmt, nimmt die 53-Jährige ihren linken Fuß einen Schritt weiter zur Seite und zieht den rechten mit einem energischen Step heran. „Das ist der Grapevine“, sagt sie mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, rückt ihren großen Cowboyhut zurecht und bittet höflich darum, ihre Füße nicht zu fotografieren. Statt der eigentlich selbstverständlichen Cowboystiefel nämlich hat es diesmal nur für Turnschuhe gereicht. „Ich musste mich nach der Arbeit beeilen, um noch rechtzeitig zu unserer Probe zu kommen“. Die will Vogt nämlich um keinen Preis verpassen, denn sie liebt den Reihentanz zu fetziger Countrymusik - „weil es unglaublich viel Spaß macht“.

Füße und Kopf in Einklang

Seit mittlerweile elf Jahren trifft sie sich einmal die Woche mit ihrer Tanzgruppe zur Übungsstunde im Zierenberger Bürgerhaus, kennt die komplizierten Schrittfolgen wie aus dem Effeff. „Füße und Kopf in Einklang zu bringen, das ist die Herausforderung“, sagt die Zierenbergerin, die trotz ihrer unbändigen Leidenschaft für die Tanzform aus der Country- und Westernszene ihre Enttäuschung darüber nicht verbergen kann, dass ihre Truppe mit der Zeit ordentlich geschrumpft ist. Waren es zu besten Zeiten noch an die 30 Tänzer, die sich Woche für Woche mit Trainer.

Harald Harland zur Übungsstunde getroffen hätten, seien es heute gerade mal noch 18. „Zu wenig für einige unserer 80 Tänze“, sagt Vogt, die deshalb nun gemeinsam mit ihren Tanzkolleginnen um Nachwuchs wirbt. „Wir möchten eine Anfängergruppe aufbauen“, sagt sie und hofft, dass sich viele Tanzbegeisterte melden. „Wenn die dann einmal so weit sind, können wir zu einer großen Gruppe zusammenwachsen, das wäre unser aller Traum.“

Mitmachen könne jeder, egal ob jung oder alt, Männlein der Weiblein. Selbst einen Tanzpartner brauche es nicht „Das ist ja das Tolle“, sagt Vogt. „Linedance funktioniert ohne Partner, und doch tanzt man nie allein.“ Vorkenntnisse seien keine erforderlich, lediglich die Freude am Tanzen sollten Interessierte mitbringen. Dann seien alle Voraussetzungen erfüllt, um schon bald die Hände locker in die Hüfte zu stemmen und den Grapevine perfekt aufs Parkett des Zierenberger Bürgerhauses zu legen.

Für alle, die den Linedance einmal ausprobieren möchten, findet am Mittwoch, 1. November, ab 19.30 Uhr im Zierenberger Bürgerhaus ein Schnupperabend statt. Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Kontakt: danivogt@icloud.com

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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