Sommer-Rufbereitschaft der Straßenmeistereien abgeschafft

Schwalm-Eder. Auslaufendes Benzin und Öl fordern vermehrt Polizei und die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute im Landkreis. Denn die allgemeine Sommer-Rufbereitschaft der Straßenmeistereien ist jetzt auf Geheiß des hessischen Verkehrsministeriums abgeschafft worden.

Der Grund: Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien bekamen die Rufbereitschaft bislang extra vergütet - Geld, das nun eingespart werden soll.

Jetzt müssen die Feuerwehren öfter zu solchen Einsätzen ausrücken und länger vor Ort bleiben. „Das ist keine befriedigende Lösung. Hier müssen die Feuerwehren für die fehlende Rufbereitschaft der Straßenmeistereien herhalten“, meint der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf. „Wir fordern, dass auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten bei den Straßenmeistereien immer jemand erreichbar ist.“

Der Wegfall der Sommer-Rufbereitschaft könnte bei den Feuerwehren ein weiteres Problem auslösen: Sollte es jetzt zu einem Einsatz kommen, bei dem Biodiesel ausgelaufen ist und keine Straßenmeisterei ist zu erreichen, muss eine Fachfirma herbeigerufen werden.

Oder die Polizei muss die Straße so lange absperren, bis die Straßenmeistereien wieder regulär besetzt sind. Denn Biodiesel lässt sich nicht so einfach binden und übersteigt daher die Möglichkeiten der Feuerwehren. Pro Einsatz müssen übrigens mindestens sechs Feuerwehrleute ausrücken.

„Bisher konnte aber immer jemand von den Straßenmeistereien nach dem regulären Dienstschluss erreicht werden“, berichtet Thomas Gläsel, Polizeihauptkommissar in Homberg, der auch auf die gute Zusammenarbeit im Landkreis verweist.

Im Schwalm-Eder-Kreis sei die Rufbereitschaft nur versuchsweise eingeführt worden. „Das wurde jetzt abgeschafft“, teilt Wolfgang Kühn, Netzmanager beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel, mit.

Quelle: HNA

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