Feuer war in der Sauna ausgebrochen

Dachstuhl brannte in Körle: Haus ist unbewohnbar

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Körle. Dicke Rauchwolken zogen am frühen Montagabend durch den Drosselweg in Körle. Dort brannte es im Dachgeschoss eines Wohnhauses, welches nun unbewohnbar ist. 

Zuletzt aktualisiert um 7.10 Uhr. - Die beiden Hausbewohner hatten am Maifeiertag den Saunaofen im Dachgeschoss ihres Hauses angeheizt. Doch plötzlich brannte es in der Sauna. Die Flammen erfassten rasend schnell den Raum und griffen von dort auf das Dachgeschoss über. Innerhalb weniger Minuten war das Haus verraucht und dichter Qualm kam aus dem Dach. Das Ehepaar, welches das Haus bewohnt, konnte gerade noch rechtzeitig aus dem Haus flüchten. Um 18.31 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert.

Die Feuerwehren aus Körle, Empfershausen, Wagenfurth und Melsungen waren mit insgesamt 58 Einsatzkräften an der Brandstelle. Der Einsatz wurde von Gemeindebrandinspektor Jens Schenkluhn geleitet. Fünf Helfer des DRK Körle waren für den Schutz der Feuerwehrleute im Einsatz. Sie kümmerten sich auch um die Hausbewohner, die vom Nachbarhaus aus mit ansehen mussten, wie die Flammen aus dem Dach schlugen.

Feuerwehrleute gingen mit Atemschutzgeräten in das Gebäude und bekämpften die Flammen. Von außen wurden die Flammen mit mehreren Rohren und von der Drehleiter aus bekämpft. Aber erst nachdem mit einem Einreißhaken große Löcher in das Dach, auf dem sich auch eine Photovoltaikanlage befindet, gerissen worden waren, konnten die Flammen in der Isolierung des Spitzbodens bekämpft werden. 

Der Mitarbeiter des Energieversorgungsunternehmens schaltete das gesamte Haus stromlos, um die Gefahr durch Stromschläge für die Feuerwehrleute auszuschließen. Um 19 Uhr war das Feuer soweit gelöscht, dass die ersten Einsatzkräfte wieder in ihre Unterkünfte zurückfahren konnten. Allerdings dauerte der Einsatz noch bis in die späten Nachtstunden, denn die Decke in dem betroffenen Bereich musste geöffnet werden. Erst dann konnten die Feuerwehrleute die Glutnester in der Isolierung löschen. Besonders im Bereich des niedrigen Spitzbodens ein sehr anstrengendes Unterfangen. Das Isoliermaterial wurde ins Freie gebracht. Um alle Glutnester aufzuspüren, wurde eine Wärmebildkamera eingesetzt. Die Feuerwehr Körle stellte eine Brandwache.

Das jetzt wohnungslos gewordene Ehepaar kam bei Bekannten in der Nachbarschaft unter. Wie Bürgermeister Mario Gerhold, der selbst als Atemschutzgeräteträger im Einsatz war, sagte, hätte auch die gemeindeeigene Notunterkunft im Dorfgemeinschaftshaus Empfershausen zur Verfügung gestellt werden können.

Hausbrand in Körle

Quelle: HNA

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