Die Wehrener feierten ihr 11. Brunnenfest mit Musik, Tanz und leckerem Essen

Damit’s gesellig bleibt

Kommunalpolitik als Thema: Ehrenortsvorsteher Karl Cramer (88, links), Mitbegünder des Brunnenfestes , im Gespräch mit Fritzlars Erster Stadträtin Friedgard Trosse.

Wehren. Auch wenn es eines der kältesten Juli-Wochenende seit langem war: Im kleinen Fritzlarer Stadtteil Wehren wurde gefeiert. Alle zwei Jahre und jetzt zum 11. Mal findet das Brunnenfest statt, das 1988 vom damaligen Ortsvorsteher Karl Cramer ins Leben gerufen worden war.

Der anlässlich der Kanalerschließung freigelegte Dorfbrunnen gab damals den Anstoß zu dem Fest, bei dem Geselligkeit und Dorfgemeinschaft im Vordergrund stehen.

Voller Stolz auf seine Wehrener ist auch der jetzige Ortsvorsteher Hartmut Spogat: „Alle helfen mit, fast jede Familie hat einen Kuchen gebacken.“ Das Schnepperte-Team um Roswitha Loch hatte schon am Samstagmorgen mit zehn Personen Vorbereitungen getroffen, damit die weit über die Wehrener Grenzen bekannten Köstlichkeiten am Sonntag verzehrt werden konnten. „Schnepperte“ sind Kartoffelpfannkuchen mit Zwiebeln und Speck.

Zwei Zentner Kartoffeln

Etwa zwei Zentner Kartoffeln wurden geschält, 25 Kilo Zwiebeln und fünf Kilo Speck geschnitten. „Wir haben im Haus auf zwei Etagen gearbeitet“, erzählte Roswitha Loch. Um Punkt acht Uhr starteten am Sonntag drei Küchenmaschinen, die die Kartoffeln rieben, sie mit Eiern, Mehl, Salz, Pfeffer und Backpulver zu Teig mischten, der dann auf dem Herd gebacken wurde. Wie wohl man sich in der Wehrener Dorfgemeinschaft gefühlt hat, dass zeigten die Eheleute Kathrin und Lars Steinkraus, die mit ihren Kindern Svea und Finja extra aus Faßberg bei Celle zum Brunnenfest angereist waren. Lars Steinkraus wohnte vor seiner Versetzung nach Niedersachsen in Wehren, er war von 2002 bis 2007 in Fritzlar als Soldat stationiert.

Der Seniorennachmittag wurde musikalisch umrahmt vom Kirchenchor Wehren und dem Volksliederchor des Heimat- und Kulturvereins Obermöllrich. Als die Kirchberger Musikanten mit flotten Weisen aufspielten, zeigte sich der Wettergott gnädig und schickte einige Sonnenstrahlen auf den ansonsten kalten Festplatz. Zum Open-Air am Abend spielte die Show-Band Tequilas zum Tanz auf. (zpb)

Quelle: HNA

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