Neuer Fachbereichsleiter Kultur und Tourismus in Gudensberg – Konzept vorgestellt

Daniel sucht keinen Star

Neuer Mann fürs Rathaus: Der 51-jährige Jörg Daniel ist neuer Fachbereichsleiter für Kultur, Tourismus und Soziales in Gudensberg. Im Hintergrund das Rathaus, sein neuer Arbeitsplatz. Privat schnürt er gerne die Wanderschuhe. Foto: Dewert

Gudensberg. Jörg Daniel schnürt seine Wanderschuhe jetzt in und für Gudensberg. Der 51-Jährige ist der neue Fachbereichsleiter Kultur, Tourismus und Soziales. Die Stelle war zuletzt vakant. Auch wenn er vorerst am Bebelplatz in Kassel wohnen bleibt, die Region kennt er gut. Nicht nur, dass er schon einmal in Gudensberg in der Verwaltung tätig war, er ist auch in Gudensberg geboren und seine Eltern wohnen in Felsberg.

„Ich hätte dieselbe Stelle auch nicht in der Rhön angetreten“, sagt er und lacht. Nordhessen fühle er sich verbunden. Zuletzt war er zehn Jahre als Pressesprecher beim Landeswohlfahrtsverband (LWV) in Kassel beschäftigt. Jetzt soll er den Tourismus ankurbeln, den Kulturstandort voranbringen und ist unter anderem Chef der Krankenpflegestation und der Kindertagesstätten.

Mutig und visionär

An Gudensberg schätzt er, dass in der Verwaltung visonär gearbeitet wird und alle Beteiligten die Stadt entwickeln wollen, dafür werde auch über den Tellerrand geschaut.

„Ich habe den Eindruck, dass die Mitarbeiter hier ein eingeschworenes und familiäres Team sind. Außerdem sind sie mutig.“ Die Freilichtbühne sei ein gutes Beispiel dafür, dass in Gudensberg Dinge möglich sind, die nicht überall so reibungslos vonstatten gegangen wären.

Daniel sagt von sich, ein Allrounder zu sein. Seine Vita lässt den Schluss zu. Er wolle sich aber in die Pflicht nehmen, künftig mehr über seinen Interessenhorizont hinwegzublicken. Privat mag er klassische Musik, spanisches Essen und Theater. Als Kultur- und Tourismuschef muss er zielgruppenrelevant denken und handeln: „Ich werde künftig nicht Deutschland sucht den Superstar und Volksmusiksendungen sehen, aber mehr nach links und rechts schauen als bisher.“

Profil der Bühne schärfen

Auch wenn Gudensberg gut aufgestellt sei, in allen Bereichen gebe es Potenzial. Das Profil der Bühne schärfen und Zuschauer aus dem Umland werben, nennt er als mittelfristige Aufgaben. Den Tourismus in der Stadt zu verankern, benötige Zeit. Das Konzept von seinem Kollegen Ingo Seifert-Rösing sei bereits vielversprechend. Als erste Amtshandlung stellte Daniel es in der vergangenen Woche in der Stadtverordnetenversammlung vor.

Gudensberg sei keine klassische Tourismusregion. Zu diesem Ergebnis kam Seifert-Rösing in seinem Konzept zur touristischen Neuausrichtung der Stadt. Dennoch gebe es Stärken, die die Stadt im Werben um Touristen in die Wagschale werfen könne. HINTERGRUND

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare