Gedenkgottesdienst für tödlich verunglückte Motorradfahrer

Quer durch die Schwalm: Unter dem Geläut der Glocken der Leimsfelder Kirche startete in dem Frielendorfer Ortsteil der Corso der Motorradfahrer, die später in einem Gottesdienst ihrer verunfallten Kollegen gedachten. Foto: Heist

Leimsfeld. Zum Gedenkgottesdienst für tödlich verunglückte Motorradfahrer kamen auf Einladung von Motorradseelsorger Wolfgang Maltzahn und den Motorradfreunden Leimsfeld am Samstag wieder zahlreiche Zweiradfahrer an der Kirche des Dorfes zusammen.

Über 200 Biker aus Nordhessen, einige sogar aus Rheinland-Pfalz, versammelten sich vorher bei sonnigem Oktoberwetter am Vereinsheim der Motorradfreunde.

Leimsfeld: Gedenkgottesdienst für tödlich verunglückte Motorradfahrer

Dort wurde auch auf die vergangene Saison zurückgeblickt, und Erfahrungen aus heiklen Situationen auf dem Motorrad ausgetauscht. Jürgen Fehling vom Motorradclub Star-Riders Germany aus Frielendorf etwa berichtete, wie er 2006 aufgrund einer Getriebeblockade seiner Maschine einen schweren Unfall erlitten hatte. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich wieder ans Motorradfahren gewagt habe“, sagte Fehling.

Brisante Situationen wie Schlamm in der Kurve hat auch schon Hartwich von Unwerth aus Homberg erlebt. „Einen Unfall hatte ich zum Glück bisher nicht“, sagte er.

Unfallfrei seit Jahrzehnten

Mit seiner 28 Jahre alten Kawasaki nahm Uwe Meckbach am Korso teil. „Ich bin Erstbesitzer und bewege die Maschine seit dieser Zeit unfallfrei“, sagte der Homberger.

„Wichtig am Motorradfahren sind die Gemeinschaft, und das Fahren mit Verstand und Genuss“, fasste Monika Bernhardt aus Immichenhain zusammen.

Glockengeläut kündigte dann die Abfahrt des Corsos an der Kirche an. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern führte die Rundfahrt über eine Strecke von 50 Kilometern durch die Schwalm. Unter die Zweiräder hatten sich auch einige Trikes gemischt, zugelassen waren auch Quads.

Matthias Probst von den Motorradfreunden Leimsfeld führte wieder den Corso an, den Wolfgang Maltzahn mit dem Gedenkgottesdienst 1997 ins Leben gerufen hatte.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare