Neue Regelung

Darmstädter wütend: Müllabfuhr kommt nicht mehr

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Die Menschen in Darmstadt sind wütend: Die Müllabfuhr kommt in zahlreichen Straßen nicht mehr. Sie müssen ihren Müll jetzt selbst wegbringen.

Einige Darmstädter sind wütend: Die Müllabfuhr kommt in manchen Straßen nicht mehr. Sie müssen ihren Müll jetzt selbst wegbringen.

Darmstadt - In Darmstadt sorgt eine neue Regel für Wirbel bei der Abfallentsorgung: Mühlwagen dürfen wegen des erhöhten Unfallrisikos nicht mehr rückwärts in manche Straßen in der Stadt fahren. Gerade in engen Straßen führt das zu Problemen.

Zwölf Straßen im Stadtgebiet können deshalb nun nicht mehr angefahren werden - die Bewohner müssen ihre Mülltonnen an bestimmte Sammelstellen des EADs bringen. Der EAD ist der "Eigenbtrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen" der Stadt und dort für die Müllentsorgung zuständig.

Darmstadt: Müllabfuhr muss durch neue Regelung umplanen

"Der EAD legt größten Wert auf Arbeitssicherheit und den Schutz der Bevölkerung", heißt es vonseiten der Pressestelle der Stadt auf die neue Regelung angesprochen. "Unfälle mit Arbeitsmaschinen sollen vermieden werden. Die Branchenregel der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) ist deshalb für den EAD verbindlich." Die Straßen seien in Abstimmung mit den verschiedenen Ämtern hinsichtlich ihrer Gefährdungen eingeteilt und in Kategorien sortiert worden. 

Wer nun also in einer der betroffenen Straßen zu wohnen, muss sich selbst darum kümmern, seinen Müll zu einer Sammelstelle zu bringen. Das bloße vor die Tür stellen reicht nicht mehr. Bei den betroffenen Darmstädtern sorgt das teilweise für Unmut, wie die Pressestelle der Stadt Darmstadt bestätigt. Vereinzelt hätte es kritische Rückmeldungen von Anwohnern gegeben, wobei die neue Regelung in den meisten betroffenen Straßen funktioniere. Mit den Bewohnern die sich beschwerten, sei man im Gespräch. 

Darmstadt: Müllabfuhr bietet Vollservice an - der kostet

Wer keine Lust hat oder die Tonnen nicht selbst zur Sammelstelle bringen kann, kann bei der Stadt Darmstadt einen sogenannten "Vollservice" beantragen, bei dem die Tonnen vor dem Haus abgeholt, der Inhalt entsorgt und sie wieder zurück gebracht werden. Dann werden sie direkt zur Sammelstelle gebracht. Das kostet allerdings und zwar nicht wenig. Laut einer Rechnung von hessenschau.de könnten über 1.500 Euro für die Abholung von vier Tonnen in einem Jahr auf die Bewohner zukommen, die diesen Service nutzen wollen. 

Die Stadt sagt dazu, dass eine pauschale Nennung von Kosten nicht möglich sei, weil diese nach verschiedenen Parametern individuell berechnet werden. Die Zusatzleistung gehe mit einem erhöhten Personal- und Fahrzeugaufwand her. Den Vollservice gebe es bereits seit Jahren, er werde auch positiv von der Bevölkerung angenommen. Zur Frage, was passieren würde, wenn ein Bewohner seine Tonnen aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst zur Sammelstelle bringen könnte und auch nicht die finanziellen Mittel für den Vollservice habe, gab die Stadt keine Auskunft.  

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agr

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