Netcom Kassel versorgt bereits 60 Körler Haushalte mit schnellem Internet

Datenflut kommt in Fahrt

Eine Idee zahlt sich aus: Die Netcom Kassel verlängerte für eine Versorgung mit schnellem Internet ein an der Körler Schnellbahntrasse liegendes Glasfaserkabel bis in die Körler Kerngemeinde. Unser Bild zeigt Andreas Reiche (links) und Frank Richter (rechts) von der Netcom mit Bürgermeister Mario Gerhold am Körler ICE-Überholbahnhof. Foto: Grugel

Körle. Die Kasseler Gesellschaft Netcom hat in Sachen schnelles Internet in Körle inzwischen die Kerngemeinde und den Ortsteil Empfershausen mit Glasfaserkabel erschlossen. In 60 Häusern können bereits Datenmengen in einer Größenordnung von bis zu 50 Megabit verarbeitet werden. In den nächsten Monaten kommen laut Netcom noch mehrere Hundert Anschlüsse hinzu.

„Bei uns im Lindenweg war Funk-DSL manchmal gar nicht verfügbar, heute haben wir zwischen 30 und 40 Megabit“, sagte Tina Brandau, die mit Markus Groggert einen der ersten Anschlüsse erhielt. Im Internet können sie nun sogar zu zweit surfen, freute sich die Körlerin, die als Pionierin einen Blumenstraße erhielt.

„Körle ist für uns und die Region ein Modellprojekt“, sagte Andreas Reiche von der Netcom. Denn: Die Gesellschaft zapfte ein Glasfaserkabel an, das entlang der ICE-Stecke liegt.

Die Kunden in Körle und Empfershausen können zwischen einem DSL-Anschluss mit 6, 16, 25 und 50 Megabit wählen. Welche Geschwindigkeit je Haushalt verfügbar ist, wird von vielen Faktoren beeinflusst, erläuterte Reiche. So sei die Entfernung vom Kabelverzweiger ein Kriterium. Aber auch der jeweilige Rechner selbst beeinflusse die Bandbreiten. Mit den bisherigen Ergebnissen sei man aber durchaus zufrieden, denn manche Anschlussnehmer verfügten inzwischen im Vergleich zu früher über einen 100-mal schnelleren Internetzugang.

„Die DSL-Arbeitsgruppe hat Unglaubliches geleistet“, sagte Bürgermeister Mario Gerhold. Wichtig sei nun, die Kundenwünsche in Körle und Empfershausen so schnell wie möglich zu bedienen und anschließend die Ortsteile Lobenhausen und Wagenfurth mit Glasfaserkabel zu erschließen. Eine besonders interessante Perspektive biete sich zusätzlich für alle Häuser, die am neuen Nahwärmenetz im Ortskern hingen. Über Leerrohre könnten diese Gebäude in Kürze mit Glasfasertechnik bis ins Wohnzimmer versorgt werden, kündigte Gerhold an. (lgr)

Quelle: HNA

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