der Bartenwetzerstadt

85-Jährige macht jedes Jahr mit ihrer Tochter Urlaub in Melsungen

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Mit Bartenwetzer: Anita Koschorrek-Müller und Hedwig Koschorrek sind seit Montag in der Stadt.

Melsungen. Fünf Tage Urlaub in Melsungen – das gehört für Hedwig Koschorrek einfach zum Leben. Seit zehn Jahren bekommt die 85-Jährige von ihrer Tochter jährlich den Aufenthalt in der Bartenwetzerstadt geschenkt.

Und langweilig wird es ihr hier nicht. Im Gegenteil: „Der erste Schnauf Melsunger Luft ist für sie wie eine Verjüngungskur“, sagt Tochter Anita Koschorrek-Müller (58) aus Aach bei Trier. Die alte Dame sei dann viel unterwegs, um die Zeit auszunutzen.

Zu der Bartenwetzerstadt hat die 85-Jährige eine besondere Beziehung: 1927 wurde sie hier in einem Haus an der Steingasse geboren. „Mein Opa, Fritz Holzhauer, war der Schäfer von Melsungen“, sagt Tochter Koschorrek-Müller. 1949 verließ ihre Mutter die Bartenwetzerstadt der Liebe wegen und lebt heute in Trier.

Wie sehr ihr Herz an Melsungen hängt, zeigt sich bei jedem Besuch: „Der erste Gang geht immer zu ihrem Geburtshaus und sie zeigt, wo was war“, sagt Anita Koschorrek-Müller. Später werden dann die Cousinen besucht.

Auch die Tochter ist von Melsungen begeistert und wirbt für die Stadt: „Es ist ein Traum, hier zu sein“, sagt sie. In einem Schreibkurs hat sie kürzlich eine Kurzgeschichte über die Bartenwetzerstadt geschrieben, in der sie einen Sommerabend schildert.

Die Kursteilnehmer hätten dann gefragt: „Wo liegt Melsungen, da müssen wir auch hin.“ Und auch für Hedwig Koschorrek soll es trotz ihres Alters nicht der letzte Urlaub in Melsungen sein: „Einmal will ich auf jeden Fall noch hierher.“ (gör)

Die Kurzgeschichte „Ein hessischer Löwe“ stellt Anita Koschorrek-Müller auf Wunsch per Email zur Verfügung. akosch-mueller@t-online.de

Quelle: HNA

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