HNA-Serie über Bands aus der Region (1)

Deathrow Pardon überzeugt mit Tiefgang, Charme und Rock’n Roll

Freundliche Provokateure: Rüdiger Brinkmann (links) und Sam Winski bezeichnen sich augenzwinkernd als „die kleinste Rock’n Roll Band der Welt“. Foto: privat/nh

Bad Emstal. Erst seit einem guten Jahr sind Sam Winski und Rüdiger Brinkmann gemeinsam als Deathrow Pardon unterwegs. Bewaffnet mit Gitarre und Stimme überzeugen die beiden Nordhessen aus Bad Emstal und Züschen mit anspruchsvollen Texten und eingängigen Melodien.

Es ist nicht verwunderlich, dass sie in dieser kurzen Zeit schon beachtliche 50 mal aufgetreten sind.

Die Redaktion der HNA/Wolfhager Allgemeine möchte Bands, die sich neu gegründet haben, eine Plattform bieten, ihnen die Möglichkeit geben, sich und ihre Musik vorzustellen. Alter und Musikrichtung sind dabei zweitrangig.

Wenn Sie, als Einzelkünstler oder Band, Interesse daran haben ihre Musik einem breitem Publikum vorzustellen, dann laden Sie uns doch einfach zu einer kleinen Hörprobe in den Proberaum ein. Sie erreichen uns telefonisch in der Redaktion in Wolfhagen unter 05692/ 989422 oder per E-Mail an wolfhagen@hna.de. (mel)

Dabei waren sie bisher auf Festivals und Straßenfesten zu hören. Ein ganz besonderer Clou sind aber ihre Wohnzimmerkonzerte – denn wer handgemachte Musik hautnah erleben möchte, kann die beiden Musiker zu sich nach Hause einladen: „Bisher machen die Wohnzimmerkonzerte ein Drittel unserer Auftritte aus“, erklärt Winski.

„Im privaten Rahmen mit den engsten Freunden entwickelt sich eine ganz besondere Atmosphäre und es ist jedes Mal ein einzigartiges Erlebnis – für die Zuhörer, aber auch für uns.“ Und das Konzept geht auf: Für einen guten Zweck ließ sich die Band sogar schon für ein solches Privatkonzert ersteigern und war erstaunt: „Wir hätten nie gedacht, so hoch gehandelt zu werden. Die Angebote überschlugen sich. Es war unglaublich“, erinnern sich die Beiden.

Angefangen hat alles schon vor langer Zeit: Der gelernte Röntgenassistent Winski begann im Alter von 14 Jahren damit Songs zu schreiben. „Seit dieser Zeit spielte ich in diversen Bands“, so der 42-Jährige. An die 20 Stücke habe er seitdem zu Papier gebracht, allerdings scheiterte die ideale Umsetzung immer am passenden Sänger. Erst als er seinen jetzigen Bandkollegen Brinkmann kennenlernte, stand schnell fest: „Rüdi hat die richtige Stimme, um den Charakter der Songs zu transportieren.“

Denn auch der gelernte Physiotherapeut und leidenschaftliche Musiker Brinkmann hat mit seinen 45 Jahren eine Menge Bühnenerfahrung in verschiedenen Coverbands gesammelt, hatte aber wie Winski den Traum, irgendwann einmal mit eigenen Stücken auf die Bühne zu gehen. Dies ist nun als Deathrow Pardon gelungen. „Wenn man uns in eine Schublade stecken will, könnte man unsere Musik als Akustik Pop-Rock mit progressiven Elementen beschreiben“, sagt der Gitarrist Winski.

Aber diese Schublade wäre zu eng: Nach kurzem Zuhören wird klar, das Kennzeichen der Band sind neben starken Texten, prägnante Gitarren-Riffs und eine kraftvolle Gesangsmelodie. Die kleinen, mal ernsteren, mal humorvollen Geschichten, die Winski und Brinkmann in ihren Stücken wiedergeben, kommen direkt aus dem Leben.

Daher ist auch der Bandname nicht ohne Grund gewählt: „Deathrow Pardon steht für die Begnadigung eines zu Tode Verurteilten“, erklärt Winski. „Für uns steht der Name also für eine zweite Chance.“

Mehr Informationen unter: www.deathrow-pardon.de.

Quelle: HNA

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