Hochspannungsleitung durch Fritzlar, Wabern, Borken und Homberg?

Geplante Stromtrasse: Bürgermeister reagieren gelassen

+
Weithin sichtbar: Dieser Strommast ragt in der Nähe der Stockelache bei Borken in den Himmel.

Fritzlar-Homberg. Die Bürgermeister von Borken und Wabern reagieren gelassen auf Pläne für eine große Stromtrasse, die durch den Landkreis führen könnte. Laut eines Vorschlages der Firma Tennet würde die Hochspannungsleitung unter anderem Fritzlar, Wabern, Borken und Homberg tangieren.

Waberns Bürgermeister Günter Jung (SPD) sagte auf Anfrage der HNA: „Die Stromtrasse ist unbedingt notwendig.“ Natürlich sei Elektrosmog in direkter Nähe der Strommasten ein Problem, daher müsste auf die Abstände zur Wohnbebauung geachtet werden. Ihm sei aber eine Stromtrasse 500 Meter von seinem Haus entfernte allemal lieber als ein 200 Kilometer entferntes Atomkraftwerk.

Den detaillierten Verlauf der Trasse können Sie hier einsehen: Link.

Borkens Bürgermeister Bernd Heßler (SPD) hat vor Stromleitungen keine Angst, in seiner Stadt steht ein großes Umspannwerk. Das sei wohl auch der Grund, warum die Trasse Borken berühre, vermutet Heßler, der im Vorfeld nicht über den neuen Vorschlag informiert war.

Für Borken seien Stromleitungen insofern nichts Neues, sagt Heßer: „Wir können damit umgehen.“ Allerdings sei es wichtig, das Planungsverfahren transparent und mit Bürgerbeteiligung zu organisieren. Er rechne damit, dass das so geschehen werde.

Landrat Frank-Martin Neupärtl (SPD) hatte in einer ersten Reaktion die Informationspolitik von Tennet kritisiert. Er habe erst aus der Presse von den Plänen erfahren, so der Landrat.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare