Stadtverordneten stützten Antrag von FWG und Grünen in abgespeckter Form

Debatte um Parkplatzsituation

Schwalmstadt. Zur Parkplatzsituation in Treysa während des Baus des Wieragrund-Einkaufszentrums haben Bündnis 90/Die Grünen und die FWG einen gemeinsamen Antrag gestellt. „Ein Konzept bevor die Bagger rollen ist unverzichtbar“, sagte Grünensprecherin Margitta Braun in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Der Baugrund für Aldi solle vorläufig für Autos freibleiben, schlug FWG-Fraktionschef Klaus-Ulrich Gielsdorf vor.

Das berechtigte Anliegen solle am 15. März im Bauausschuss beraten werden, empfahl Michael Schneider, SPD-Fraktionschef. Linken-Sprecher Volker Kaphingst merkte an, den Bahnpendlern seien weite Fußwege vom Haaße-Hügel und der Lehmenkaute nicht zuzumuten.

Für die CDU nahm Thorsten Wechsel Stellung. Ausreichend Parkplätze seien erforderlich, es bestehe ein Informationsdefizit seitens der Stadt. Wechsel fragte, ob die Anzahl der Parkplätze langfristig ausreicht. Zwar würden 400 Stellplätze am Einkaufszentrum entstehen, 200 derzeitige jedoch fielen weg. Die CDU schlage die Weiterbehandlung im Ausschuss vor, damit die Verwaltung ihre Pläne darlegen könne.

„Juristische Spitzfindigkeit“

Wechsel zeigte sich zugleich verwundert über die antragstellenden Fraktionen: „Sind Sie vernünftig geworden?“, fragte er, und vermutete „juristische Spitzfindigkeit“. Michael Schneider (SPD) hatte sich zuvor bereits gefragt, „ob die Gegner jetzt die obersten Projektsteuerer“ würden.

Bürgermeister Wilhelm Kröll verwies auf die öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Wiergraund (Mittwoch, 23. März, 19 Uhr, Kulturhalle Ziegenhain) und

„Sind die Gegner jetzt die obersten Projektsteuerer?“

Michael Schneider, SPD

warb dafür, nicht zu lamentieren, bevor begonnen wird. „Es ist uns bewusst, dass wir flexibel sein müssen“, sagte Kröll. Die Stadt sei aber nicht verpflichtet, Privatflächen zu ersetzen, etwa das Grundstück Rudewig werde vom Investor kostenfrei zur Verfügung gestellt. Kröll erklärte, dass zunächst nur auf dem Areal Dickhaut an der Wierastraße gebaut werde und sagte regelmäßige Informationen und eine „größere Transparenz“ zu. Es werde Gespräche mit der Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) geben. Der Verwaltungschef betonte, dass die Dauerparker aus der Innenstadt heraus gebracht werden müssten. Mitarbeiter von Geschäften sollten dort nicht parken. „Wenn alles realisiert ist, wird es ein reichliches Angebot an Parkplätzen geben“, schloss Kröll.

Große Mehrheit

In abgespeckter Form, ohne Zeitziel, wurde der Antrag mit großer Mehrheit angenommen: Es wird ein Park-Konzept eigens für die Bauphase für die Innenstadt entwickelt. Die beiden anwesenden Vertreter der FWG stimmten mit Nein.

Öffentliche Informationsveranstaltung Wieragrund-Einkaufszentrum: Mittwoch, 23. März, 19 Uhr, Kulturhalle Ziegenhain

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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