Mini-Mathematikum macht zwei Wochen Station in Treysa – bisher 600 Anmeldungen

Denkbrücken für Kinder

Naturwissenschaft zum Staunen: Im Spiegelhäuschen hatte Anna Schott am ersten Ausstellungstag ihren Spaß. Konzipiert ist der Parcours des Mini-Mathematikums für Kinder zwischen vier und acht Jahren. Fotos: Rose

Treysa. Neue Erfahrungen mit Regelmäßigkeiten, Mustern, Formen, Größen, Gewicht, Zeit und Raum können Vier- bis Achtjährige in den kommenden zwei Wochen im Mini-Mathematikum in Treysa sammeln: Am Sonntag wurde die Wanderausstellung, organisiert vom Förderkreis Kinder in Schwalmstadt, eröffnet. „Die Kinder erfahren durch ihre Lust am Ausprobieren den Sinn der Mathematik und bilden so eine Brücke vom Land des Konkreten in das Land des Abstrakten“, erläutert Anne Bertelt, Vorsitzende des Förderkreises.

Die Kosten der Ausstellung schätzt Bertelt auf etwa 4000 Euro. Weil das nicht allein über Mitgliedbeiträge und Spenden finanziert werden kann, gibt es für das Projekt eine Kooperation mit der Kreissparkasse Schwalm-Eder. „Dafür sind wir dankbar, denn die Vergabe der Ausstellung wird von der Sparkassenkulturstiftung koordiniert“, sagt Bertelt. Die Bank beteiligt sich mit einer Spende über 1500 Euro. Weitere 200 Euro sicherte der erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker bei der Eröffnung zu.

Genügend Platz für den Parcours bieten die Räume der Stadtjugendpflege. Mindestens 150 Quadratmeter sind für die Stationen notwendig. In der ersten Woche wird Schülerin Marieke Aland die Ausstellung betreuen, in der zweiten Woche übernimmt Praktikant Andreas Gsänger diese Aufgabe.

Dass das Mathematikum ausgerechnet in den Ferien öffnet, sieht Anne Bertelt nicht als Problem an: „Da die Kitas ihr Betreuungsangebot aufrechterhalten, haben sich für die erste Woche viele Gruppen angemeldet.“ In der zweiten Woche würden dazu noch alle Schwalmstädter Grund- und Förderschulen das Angebot nutzen. Es gebe auch Anfragen aus Schulen umliegender Gemeinden. „Bis jetzt liegen 600 Anmeldungen vor.“ Schon am Sonntag wurden die naturwissenschaftlichen Phänomene von den jungen Besuchern leidenschaftlich ausprobiert: Ob an der Kugelpyramide, den Igelrädern oder den Seifenhäuten – „was auf den ersten Blick wie ein leichtes Spiel aussieht, sind in Wirklichkeit grundlegende Voraussetzungen für mathematisches Lernen“, sagt Bertelt. Der aufregende Parcours schärfe das Denken in Symbolen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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