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Der Große Bärenberg bei Zierenberg bietet einen 1-A-Panoramablick

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Von: Sascha Hoffmann

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Die Aussichtsplattform des Bärenbergturms bietet einen atemberaubenden Fernblick unter anderem über Zierenberg und den Hohen Dörnberg hinweg. Im rechten Bild ist der Aussichts- und Sendeturm zu sehen. Seit 1999 lockt er Ausflügler auf den Bärenberg.
Die Aussichtsplattform des Bärenbergturms bietet einen atemberaubenden Fernblick unter anderem über Zierenberg und den Hohen Dörnberg hinweg. Im rechten Bild ist der Aussichts- und Sendeturm zu sehen. Seit 1999 lockt er Ausflügler auf den Bärenberg. © Sascha Hoffmann

Berge erklimmen, Stempel sammeln und zum Mittelgebirgsstürmer werden kann man im Naturpark Habichtswald. Mit den Naturparkführern stellen wir zehn Gipfel in einer Serie vor.

Zierenberg – Heute: der Große Bärenberg.

Zumindest unter der Woche ist es eines der einsamsten Fleckchen weit und breit, dann nämlich verirrt sich nur selten jemand rauf auf den Großen Bärenberg bei Zierenberg. An Wochenenden kann das allerdings anders aussehen, da lockt der 1999 erbaute Bärenbergturm immer mehr Ausflügler rauf auf den 601 Meter hohen Mittelgebirgs-Gipfel.

Dass sich die Besucherzahlen an diesem landschaftlich besonders reizvollen Punkt in Grenzen halten, mag einerseits an nicht vorhandenen Einkehrmöglichkeiten liegen, andererseits aber vor allem am durchaus beschwerlichen Aufstieg. Die Fahrt mit dem Auto ist verboten, nach oben geht es nur zu Fuß oder per Fahrrad.

Die Aussichtsplattform des Bärenbergturms bietet einen atemberaubenden Fernblick unter anderem über Zierenberg und den Hohen Dörnberg hinweg. Im rechten Bild ist der Aussichts- und Sendeturm zu sehen. Seit 1999 lockt er Ausflügler auf den Bärenberg.
Die Aussichtsplattform des Bärenbergturms bietet einen atemberaubenden Fernblick unter anderem über Zierenberg und den Hohen Dörnberg hinweg. Im rechten Bild ist der Aussichts- und Sendeturm zu sehen. Seit 1999 lockt er Ausflügler auf den Bärenberg. © Hoffmann, Sascha

Die kürzeste und einfachste Strecke geht beim Wanderparkplatz Bärenberg los

Naturparkführerin Tanja Tempel empfiehlt die kürzeste und einfachste Strecke vom Wanderparkplatz Bärenberg aus – erreichbar über den Stiegweg – oberhalb des Warmestädtchens.

„Er führt zunächst durch einen herrlichen Buchenwald und weiter über einen großen Kuppenbereich, wo vor 15 Jahren Sturm Kyrill kräftig gewütet und großflächig Fichten umgeworfen hat“, so die Zierenberger Naturexpertin, die inmitten der einst arg gebeutelten Flächen auch Positives beobachtet: „Viele Bereiche sind inzwischen mit jungem Wald aufgeforstet, vielfach hat sich allerdings ein offener Charakter mit großen Landreitgrasbeständen erhalten“.

„Wahnsinnig toller Blick in alle Richtungen“

Der rund einstündige Weg rauf zum Turm lohne sich allemal, sagt Tempel, denn dort werde man mit einem „wahnsinnig tollen Blick in alle Richtungen“ belohnt, besonders auf Zierenberg und den Dörnberg, zum Hohen Gras mit dem Fernsehturm, aber auch weit ins Wolfhager Land hinein, zur Weidelsburg bis zum Kellerwald und auf der anderen Seite bis zum Reinhardswald.

Für den 1-A-Panoramablick muss man allerdings schwindelfrei sein und nach einer kurzen Verschnaufpause nochmal einen Endspurt einlegen. Zur Aussichtsplattform auf halber Höhe des stählernen Kolosses braucht es noch gut 150 Stufen, um schließlich aus 30 Metern Höhe eine atemberaubende Weitsicht zu genießen.

Tanja Tempel Naturparkführerin
Tanja Tempel Naturparkführerin © Hoffmann, Sascha

Stempel für den Wanderpass der Mittelgebirgsstürmer

Zurück am Boden, lädt eine kleine Wanderhütte nicht nur zum Verweilen ein, hier wartet auch der strahlend rote Holzkasten, in dem Mittelgebirgsstürmer alles finden, um ihrem Wanderpass einen weiteren Stempel aufdrücken zu können. „Das ist immer wieder ein tolles Gefühl“, sagt Tempel, die für den Rückweg gerne den eigentlich entgegengesetzt zum Ausgangspunkt verlaufenden Weg Richtung Rohrberg wählt.

„Dort geht es steil bergab durch einen alten, lichten Buchenwald, bevor man links auf der Ostseite des Bärenbergs über einen Waldweg zurück zur Bärenbergstraße und dem Wanderparkplatz gelangt.“ Ein Weg, auf den sich garantiert noch weniger Ausflügler verirren als auf den Großen Bärenberg – zumindest unter der Woche. (Sascha Hoffmann)

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