Der Winter kann kommen

Salzlagerhalle der Straßenmeisterei in Schwalmstadt ist gut gefüllt

Roland Trescher belädt einen Unimog mit Salz für den nächsten Streueinsatz.
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Winterdienst Schwalmstadt: Roland Trescher belädt einen Unimog mit Salz für den nächsten Streueinsatz. In Schwalmstadt hat Hessen Mobil 2000 Tonnen Salz gelagert.

Der Winterdienst im Schwalm-Eder-Kreis ist gut gerüstet. Hessen Mobil betreut im Kreis 1425 Kilometer Straße. Die Salzlager sind gefüllt, der erste Schnee kann kommen.

Schwalm. Für das Wochenende hat der Wetterdienst auch in unserer Region die ersten weißen Flocken angekündigt. Glatt war es bei Temperaturen unter Null Grad ohnehin schon, aber wenn es weiß wird, dann ist für viele Menschen der Winter wirklich da – Schneeschaufel und Salzeimer werden hervorgeholt oder noch schnell im Baumarkt gekauft.

Während so mancher trotz Blick auf den Kalender vom Winter immer wieder aufs Neue überrascht wird, sind die Frauen und Männer von Hessen Mobil im Landkreis schon seit Wochen vorbereitet: Die Ausrüstung steht bereit, die Salzhallen sind bis zum Rand gefüllt. In Schwalmstadt habe man beispielsweise gut 2000 Tonnen eingelagert, sagt Sylvana Mäder, die Leiterin der Straßenmeistereien in Borken und Schwalmstadt. Das Salz wird mit Magnesiumchloridlauge vermischt. Dadurch ist der Wirkungsgrad höher.

Winterdienst ab Oktober startbereit

Bereits im Oktober bereitet sich Hessen Mobil auf den Winter vor. Die Saison geht bis mindestens bis Ende März. Um bereits vor Schnee und Glätte mit Streufahrzeugen vor Ort zu sein, nutzt Hessen Mobil das Straßenzustands- und Wetter-Informationssystem SWIS des Deutschen Wetterdienstes. Wo es glatt wird, wissen die Fahrer der Streu- und Räumfahrzeug aber auch aufgrund ihrer oft langjährigen Erfahrung – besonders im Blick sind Brücken, aber auch Straßen, die durch Waldstücke führen.

Straßenwärter Werner Schier kontrolliert die Salzbeladung.

„Ein noch so guter Winterdienst schafft keine sommerlichen Straßenverhältnisse“, macht Mäder deutlich und mahnt: „Trotz teils pausenlosem Einsatz kann es im Winter auf den Straßen rutschig und gefährlich werden.“ Der Winterdienst von Hessen Mobil betreut Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Da kommen einige Kilometer zusammen: Für den Bereich Schwalmstadt sind es 380, in Melsungen 375, in Borken 320 und in Gudensberg 350 Kilometer. Gemeindestraßen werden von den Kommunen in Eigenregie von Schnee und Eis befreit

Arbeit im Drei-Schicht-Betrieb

In allen Straßenmeistereien von Hessen Mobil wird im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet, wenn es sein muss an sieben Tagen in der Woche. Wer in der Frühschicht Winterdienst fährt, darf mit frühem Aufstehen keine Probleme haben. Dienstbeginn sei um 2.15 Uhr erklärt Sylvana Mäder: „Eine Tour dauert drei Stunden. Unser Ziel sollte es sein, zwischen 6 und 7 Uhr einmal durch zu sein.“

Neben den eigenen orangefarbenen Fahrzeugen greift Hessen Mobil auch auf Lkw von regionalen Fremdfirmen zurück, so die Leiterin der Straßenmeisterei: „Dadurch Können Spitzen abgefangen werden.“ Flexibilität, mit dem Ziel die Straßen freizuhalten. (Matthias Haaß)

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