Workshop mit Studenten aus dem sächsischen Schneeberg

Design-Sitzobjekte aus Stämmen - Stadt Gudensberg stellt die Ergebnisse auf

Organisch bis eckig, aber immer aus Holz: Die acht Studenten für Design und Holzgestaltung an der Fakultät Angewandte Kunst im sächsischen Schneeberg verwandeln in Gudensberg Baumstämme in Sitzgegenstände. Rechts Seminarleiter Jens Gebhardt. Foto: ula

Gudensberg. Christine hatte schon einmal eine Kettensäge in der Hand, aber für Grit ist es das erste Mal. Die acht Studenten tragen Schutzkleidung, vor allem eine Brille, wenn sie ihr Gerät anwerfen und damit den Baumstamm bearbeiten.

In dieser Woche sorgten die jungen Leute von der westsächsischen Hochschule in Zwickau, Standort Schneeberg, für teils höllischen Lärm auf dem großen Platz vor dem Gudensberger Schützenhaus am Lamsberg. In einem fünftägigen Workshop verwandelten sie die massiven Baumstämme, die die Stadt Gudensberg zur Verfügung gestellt hatte, in ungewöhnliche Sitzelemente.

„Wir sind bereits zum dritten Mal in Gudensberg“, sagte Seminarleiter Jens Gebhardt. Die Kooperation komme allen Beteiligten zu Gute, meint Gebhardt: Die Studenten lernen den Umgang mit der Kettensäge kennen und können mal in großem Umfang mit Holz arbeiten. Dazu haben sie nicht häufig Gelegenheit.

Vorteil für Gudensberg: Die Sitzobjekte bleiben ihnen erhalten, sie werden nach und nach an passenden Plätzen im Stadtbereich und der Umgebung aufgestellt. Etliche aus vorigen Workshops gehören inzwischen zum Stadtbild, andere wie die Märchenfiguren haben einen Platz in der Natur der Emsaue gefunden.

Die jungen Leute, die Design und Holzgestaltung in Schneeberg studieren, kommen aus ganz Deutschland, häufig auch aus dem Ausland. Pro Studienjahr werden zwölf Studenten aufgenommen, die vom Entwurf bis zur Fertigstellung für ihre Objekte verantwortlich sind. Der Bogen spannt sich vom Kinderspielzeug zur architekturbezogenen Kunst und von der Skulptur bis zum seriellen Produkt. Experimentelles Arbeiten mit dem Werkstoff Holz und anderen Materialien in hochschuleigenen Werkstätten bildet die Grundlage.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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