Entwicklung dauerte ein Jahr

Sie sitzen auf der Kunst

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Janosch Nowak, Levin Koch, Igor Vrána, Sandrino Sandinista Sander, Dr. Karin Lina Adam, Christian-Peter Foet, Dr. Jörg Kullmann, Ulrich Fischer und René Schneider.

Spangenberg. Der Wanderpfad Ars Natura ist um eine Besonderheit reicher: Die Bank "back to the bench" ("Zurück zur Bank") wurde am Dienstagnachmittag eingeweiht.

Das etwa zehn Meter lange und 2,70 Meter hohe Designobjekt hat der Kasseler Architekturstudent Janosch Nowak zum Kreativwettbewerb Idee und Form 2012 entworfen und damit den zweiten Platz belegt.

"Aber aus dem zweiten Platz ist durch die Realisierung des Projektes der erste geworden", sagte Ulrich Fischer von der Eon Mitte. Der Energiekonzern hatte gemeinsam mit der Ars-Natura-Stiftung, der Universität Kassel, dem Forstamt Melsungen, Hessenforst und der Firma Wikus zu dem Wettbewerb unter dem Motto "Wald gut für die Menschen" aufgerufen.

Janosch Nowak hat sich bei seinem Entwurf von einem liegenden Baumstamm als natürlicher Sitzgelegenheit inspirieren lassen. "Aus auf dem Baumstamm sitzen wurde in meinem Entwurf ein in dem Baum sitzen. Christian-Peter Foet vom Forstamt Melsungen hat die Idee der Bank sofort fasziniert. "Der Stamm stülpt sich quasi über den Besucher. Er schützt ihn und hält ihn gesund", führte er aus.

Die Bank bietet die Möglichkeit zum Sitzen und Liegen, entweder unter dem Dach oder unter freiem Himmel. Vier Wochen mit Unterbrechung haben die Ranger von der Ars-Natura-Stiftung für ihren Aufbau am Kunstpfad oberhalb von Vockerode gebraucht. Die Einzelteile sind mit Lkw an ihren Standort gebracht worden. Da das Dach zunächst falsch montiert wurde, dauerten die Arbeiten etwas länger als geplant. Nun aber steht die Bank auf einem großen Betonfundament, das mit sechs Lkw-Ladungen Sand aufgeschüttet wurde.

Von der Idee zur Realität

"Vom Entwurf bis zur Realisierung war es eine lange Reise. Fast ein Jahr hat es mit allem Drum und Dran gedauert", sagte Sandrino Sandinista Sander von der Stiftung Ars Natura. Sie hat das Holz für die Bank gespendet. Dabei handelt es sich um Douglasienholz, ein besonders resistentes Holz, das aufgrund seiner natürlichen Dauerhaftigkeit ohne chemischen Holzschutz auskommt. Die Holzkonstruktion stellte die Firma Kühlborn, die Metallkonstruktion die Firma Wikus her beides Spangenberger Unternehmen. Finanzielle Unterstützung leistete die EON Mitte AG.

Dr. Jörg Kullmann von der Firma Wikus zeigte sich stolz: "Es ist eine besondere Ehre, dass dieses Kunstwerk in Spangenberg seinen Platz gefunden hat." Es gebe nichts Schöneres als eine Idee, die Realität werde.

"Diese Bank ist keine Kunst, sondern Architektur, sie bereichert den Kunstweg um einen neuen Aspekt", freute sich Sandrino Sandinista Sander. Und deshalb sollen auch zwei weitere Bänke am Kunstpfad aufgestellt werden mit Unterstützung derselben Investoren.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

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