Keine einheitlichen Summen für Mitglieder von Parlamenten

Deutliche Unterschiede beim Geld fürs Ehrenamt

Wolfhager Land. Beim Sitzungsgeld für ehrenamtliche Kommunalpolitiker unterscheiden sich die Kommunen im Altkreis Wolfhagen teilweise deutlich. Dies hat eine HNA-Recherche ergeben. In Zierenberg beispielsweise gibt es fünf Euro pro Sitzung, in Wolfhagen 15 Euro.

Stadtverordnete und Gemeindevertreter sind prinzipiell ehrenamtlich tätig. Für ihre Arbeit und die Teilnahme an Sitzungen haben sie aber Anspruch auf Aufwandsentschädigungen und Spritgeld. Wie hoch die Entschädigung ausfällt, kann jede Kommune selbst bestimmen.

Die Gemeinde Habichtswald entschädigt seine Gemeindevertreter mit einer Sitzungspauschale von zwölf Euro. Bürgermeister Thomas Raue hält das für angemessen. „Die Gemeindevertreter müssen sich in Vorlagen einlesen, Themen verstehen und zu den Sitzungen gehen“, erklärt Raue. Die Kommunalpolitiker nähmen viel Arbeit auf sich – und viele Entbehrungen, etwa im Familienleben. „Das wird oft unterschätzt“, sagt der Bürgermeister.

Doch die Entschädigungen beschränken sich nicht auf die Parlamentsversammlungen. Die Kommunen zahlen auch für Ausschuss- und Fraktionssitzungen. Auch die Ortsvorsteher bekommen Aufwandsentschädigungen, die anderen Mitglieder der Ortsbeiräte in der Regel Sitzungsgeld.

Elf Euro erhalten die Politiker pro Sitzung in Breuna. „Es ist nur eine Entschädigung, kein Stundenlohn“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann. In Bad Emstal gibt es 50 Cent weniger: Die Gemeindevertreter erhalten 10,50 Euro.

Als moderat bezeichnet der Naumburger Hauptamtsleiter Thomas Fingerling die Aufwandsentschädigung in seiner Stadt: Sie beträgt zehn Euro.

Demnach liegt Wolfhagen mit seinen Sitzungsgeldern an der Spitze. „Letztendlich ist es immer noch ein Ehrenamt“, sagt Schriftführer Oliver Eisenbeiß. ZUM TAGE

Quelle: HNA

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