Deutliches Votum für Betreutes Wohnen

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Gemeinsam das Alter genießen: Beim Betreuten Wohnen haben die Senioren ihre eigene Wohnung, aber auch Gemeinschaftsbereiche. An dieser Wohnform haben viele Morschener Interesse.

Morschen. Das Interesse am Betreuten Wohnen in Morschen ist groß. Das hat eine Umfrage ergeben, die Heinrich Bambey ausgewertet und am Donnerstagabend dem Parlament vorgestellt hat.

Als Standort komme wegen zwingender Vorgaben des Sozialministeriums hinsichtlich der Infrastruktur (Geschäfte, Ärzte, Geldinstitute, öffentlicher Nahverkehr) nur Altmorschen in Frage, sagte Bambey, Fachberater für Wohn- und Betreuungskonzepte. Wo allerdings, stehe noch nicht fest. Im nächsten Jahr werde über den Standort entschieden.

Denkbar sei eine Anlage, die in zwei Abschnitten mit je zehn bis zwölf Wohnungen gebaut wird. Zum ersten Bauabschnitt gehören auch ein Gemeinschaftsraum und ein Betreuungsbüro sowie die Sozialstation der Diakonie Fulda-Eder.

Heinrich Bambey betonte, dass es aber nicht nur um eine Wohnanlage gehe, sondern um wohnortnahe Versorgungsstrukturen in allen Ortsteilen. „Sie brauchen ein Altenhilfe- und Generationennetzwerk für Alt und Jung.“ In dessen Zentrum steht ein Koordinationsbüro als Anlaufstelle für die Seniorenwohnanlage, für Seniorentreffs, Vereine, Kirchen, Pflegedienste, Ärzte, Beratungsstellen und bürgerschaftliches Engagement.

„Ein modernes Altenhilfe-Netzwerk macht die Gemeinde auch für junge Familien attraktiver, die mit der Betreuung älterer Angehöriger nicht allein gelassen werden“, betonte Bambey.

In Mittelpunkt des Netzwerks steht die Seniorenwohnanlage mit Betreuungsbüro. Diese Anlage bietet neben den Miet- oder Eigentumswohnungen:

• Kurzzeitpflege,

• Urlaubspflege,

• Krankenhausanschlusspflege und steht somit in direkter Verbindung mit Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Zum weiteren Verbund gehören:

• Ambulante Dienste und

• Hauswirtschaftliche Dienste sowie von der Diakoniestation Fulda-Eder als Partner:

• Tagespflege und

• Tagesbetreuung, in die auch ehrenamtliche Alltagbegleiterinnen eingebunden werden sollen.

Für alle Morschener, egal in welchen Ortsteil sie wohnen, ist der Gemeinschaftsraum Treffpunkt für Gespräche, Vorträge, Lesungen, für gesellige und kulturelle Veranstaltungen. Aber nur die Hausbewohner können den Raum auch für private Feiern nutzen.

2041 Fragebögen wurden an Morschener über 45 Jahre verschickt. 321 wurden ausgefüllt zurückgegeben, davon viele von Ehepaaren. Damit liegt der Rücklauf etwa beim Achtfachen des Üblichen.

137 der Befragten möchten eine Wohnung mieten, 63 eine kaufen - davon 44, um selbst einzuziehen, 19 als Kapitalanlage zur Weitervermietung.

30 Alleinstehende und 26 Paare wünschen sich eine Wohnung von 50 Quadratmetern. 19 Alleinstehende und 57 Paare hätten gerne 62 Quadratmeter. Für 75 Quadratmeter sind zwei Alleinstehende, 48 Paare und ein Drei-Personen-Haushalt.

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Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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