Deutsch-deutscher Austausch: Die eigene Stadt im Koffer

Der Koffer ist gepackt: In der Herbstferien fahren Gudensbergs Jugendliche Maria Siegle, Marie-Cathrin Börner, Jugendpflegerin Carola Kitzinger, Prisca Döring, Romina Stork und Ilka Bräutigam ins thüringische Großkochberg. Foto: Rehwald

Gudensberg. Weit ist sie nicht, die Reise, zu der eine Gruppe Jugendlicher aus Gudensberg in den Herbstferien aufbricht. Das thüringische Großkochberg in der Nähe von Erfurt ist das Ziel, für das die Gudensberger ihren Koffer packen.

Dort treffen sie sich beim Projekt „Hin & Weg - Ich packe meinen Koffer und zeig Dir meine Heimat“ mit den Jugendlichen der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel und stellen ihnen ihr Heimatstädtchen vor mit Gegenständen, die sie in den Koffer gepackt haben.

Neben einer Diashow und einem Bildband über die historische Fachwerkstadt sowie der klassischen Ahlen Wurscht haben sich die 15- bis 18-Jährigen tolle Mitbringsel ausgedacht.

Eine Badekappe hat Maria Siegle eingepackt. „Ich gehe gern schwimmen“, sagt sie. „Und weil es bei uns viele schöne Schwimmbäder und Badeseen gibt, stelle ich damit unsere Heimat vor.“ Ilka Bräutigam hat eine Trense in den Koffer gepackt. „Bei uns in Gleichen gibt es über 40 Pferde und jeden Tag kann man die Menschen reiten sehen“, erklärt sie.

Mit einem Basaltstein stellt Prisca Döring die heimische Berglandschaft vor, und Romina Stork bringt ihr T-Shirt vom Narrenclub Dorla mit. „Es soll die Dorfgemeinschaft repräsentieren“, erklärt die 15-Jährige. „Beim Karneval macht bei uns das halbe Dorf mit und ich finde es gut, dass sich jeder kennt.“

Ihre frisch erworbene Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr hat Marie-Cathrin Börner in den Koffer gepackt. „Für mich ist die Jugendfeuerwehr Gleichen ein Stück Heimat“, sagt sie. „Da gehen die Jugendlichen gern hin und treffen sich mit den anderen.“ Patrick Schulze aus Obervorschütz nimmt sein Skateboard mit, auf dem er gern seine Heimat erkundet.

Zum zweiten Mal war die Bewerbung der Jugendpflege Gudensberg bei der Stiftung Demokratische Jugend in Berlin erfolgreich. Unter 60 Bewerbern wurden die Gudensberger ausgewählt und nehmen nun als eine von 20 Gruppen an dem Projekt teil. „Das Projekt soll die Jugendlichen dazu anregen, sich mit ihrer Heimat zu beschäftigen“, erklärt Jugendpflegerin Carola Kitzinger.

Bevor die Reise nach Thüringen geht, freuen sich die Gudensberger auf Besuch aus Grabow. Für die Gäste aus der „Mohrenkopfstadt“ in Mecklenburg-Vorpommern planen sie derzeit ein Programm.

Informationen: Jugendpflege Gudensberg, Tel. 05603-910357. (zkr)

Quelle: HNA

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